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Zuletzt aktualisiert: 06.05.2011 um 16:07 UhrKommentare

Frankfurter-Check offenbarte viel Fett und Salz

Von 34 Würsteln scheiterten im VKI-Test vier - sie enthielten Milchsäurebakterien. Die Produkte sollten auf alle Fälle vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum konsumiert werden.

Foto © Reuters

Österreicher essen gerne Frankfurter, Grund genug für den Verein für Konsumenteninformation (VKI), um das beliebte Würstel zu testen. 34 wurden unter die Lupe genommen, vier davon mussten dabei mit dem Testurteil "nicht zufriedenstellend" vorlieb nehmen. "Insgesamt gab es aber ein gutes Ergebnis", so VKI-Geschäftsführer Franz Floss am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Er riet aber dazu, die Mindesthaltbarkeit nicht zu überschreiten. Grundsätzlich macht der hohe Salz- und Fettgehalt ein Paar Frankfurter keineswegs zu einer "kleinen Zwischenmahlzeit".

Immerhin 25 der Produkte erhielten ein "sehr gut" oder "gut". Am meisten überzeugten die drei Testsieger "Billa 4Kids", "Hofstädter" und "Radatz". Bei den vier Verlierern von "ja! Natürlich", "Natur aktiv", "Lindenhof" und "Wech" waren Milchsäurebakterien vorhanden, die für einen ranzigen und säuerlichen Geschmack sorgen, auch wenn dadurch noch keine Gesundheitsschädlichkeit gegeben ist. Ob die Schuld dabei am Händler oder beim Hersteller lag, konnten die Tester dabei nicht beurteilen.

Viele Zusatzstoffe

Kritik gab es bei der oft nicht nachvollziehbaren Herkunft der Zutaten. Während bei zwölf Produkten das AMA-Gütesiegel garantiert, dass österreichisches Fleisch verwendet wird, bedeutet die Bezeichnung "Qualität aus Österreich" nur, dass mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung in Inland erfolgt. "Fleisch aus Polen oder anderen Ländern muss nicht schlechter sein. Wir wissen nur, dass der österreichische Konsument auch ganz gerne österreichische Rohstoffe hat, die zudem den Vorteil von nahen Transportwegen haben", so Floss im anschließenden Gespräch mit der APA.

"Obwohl alle Frankfurter dem Codex entsprachen, gab es auch eine Vielzahl von Zusatzstoffen", bemängelte VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. So fand man Geschmacksverstärker, sowie Hefeextrakte, die ähnliche Wirkung haben - fünf Produkte wiesen dabei Karmin als Zusatz auf, das laut VKI im Verdacht steht, pseudoallergische Reaktionen auszulösen. Zehn Produkte kamen ohne zusätzliche Aromen aus.

"Die Mischung aus Fleischanteil und Speck verursacht die geschmacklichen Unterschiede, wobei die fettreichen Würste oft objektiv besser schmecken", erklärt Floss die Variationen im Brät. Der Mittelwert beim Fett erreichte dabei 21,3 Gramm pro 100 Gramm Wurst. Im Schnitt gab es dabei auch zwei Gramm Kochsalz und so werden mit einem Paar Würstel bis zu zwei Drittel der täglich empfohlenen Salzaufnahme gedeckt.


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