Japan entdeckt Kärntner Had'n
Für ihr Nationalgericht Soba, eine Nudel-Art, haben japanische Köche den Jauntaler Had'n entdeckt. Am 11. November wird im Gasthof Hafner in Neuhaus völkerverbindend aufgekocht.

Foto © kkSoba sind besonders lange Nudeln aus Buchweizen-Mehl
Die Erfolgsgeschichte der Genuss-Region Had'n im Jauntal ist um ein Kapitel reicher: Japanische Köche kommen am 11. November nach Neuhaus und werden im Gasthof Hafner vor Publikum Soba kochen.
Keine andere Küche der Welt benötigt so viel Buchweizen wie die japanische. Der Grund ist das Nationalgericht Soba. Das sind dünne Nudeln - ähnlich den italienischen Spaghetti - aus Buchweizen-Mehl. Seit dem 17. Jahrhundert ist Soba traditioneller Bestandteil der japanischen Küche. Soba werden das ganze Jahr über gegessen, heiß oder kalt. Das besondere an den Soba-Nudeln ist ihre Länge. Dies ist ein Grund, warum in vielen japanischen Familien in der Silvester-Nacht Soba-Nudeln verspeist werden. Der Ursprung des Brauchs kommt aus dem Glauben, dass dem ein langes Leben bevorsteht, der zum Jahreswechsel Soba isst.
Fünf Dan
In Japan gibt es über 50.000 professionelle Soba-Köche, die meist Mitglieder in Soba-Vereinen sind. Der Verband dieser Vereine organisiert Wettbewerbe, bei denen eine Jury je nach Können und Geschwindigkeit der Köche Auszeichnungen in Form eines Dan vergibt. Der höchste Grad ist der "fünfte Dan". In Japan gibt es nur acht Köche, die diese Auszeichnung erreicht haben.
Seit 140 Jahren bestehen zwischen Österreich und Japan diplomatische Beziehungen. Heuer wird dieses Jubiläum kulinarisch gefeiert. Einige der besten Soba-Köche kommen am 11. November in den Gasthof Hafner in Neuhaus, um dort mit Peter und Sabine Rupitz ein Buchweizen-Fest der besonderen Art zu feiern: Um 19 Uhr werden die Soba-Köche vor Publikum Nudeln zubereiten und die Jauntaler werden ihre Spezialitäten kochen. Peter Rupitz: "Leider haben wir nur für rund hundert Gäste Platz. Also rasch anrufen."
Auf den Kärntner Had'n sind die Japaner über das Internet gestoßen, haben die österreichische Botschaft um Hilfe gebeten, und über die japanische Botschaft in Wien wurde das Treffen eingefädelt. Japan ist immer auf der Suche nach Buchweizen. Peter Rupitz, Motor der Had'n-Initiative im Jauntal: "Wir sind stolz, dass wir mit unserem Had'n eine solche Bedeutung erlangt haben." Und Josef Hirm, Obmann des Had'nvereins, führt fort: "Der Buchweizen in unserem Tal hat eine große Zukunft."
Features
Nudelspezialität
Soba sind lange, extrem dünne, braun-graue Nudeln, die in Japan aus Buchweizen hergestellt werden. Sie werden nach Belieben heiß oder kalt verspeist.
Die lange Form soll auf ein langes Leben hinweisen. Daher werden Soba zum Jahreswechsel als letztes Gericht serviert, das im alten Jahr auf den Tisch kommt.
Zu den Nudeln werden verschiedene Brühen, Reiswein oder Soja-Sauce gereicht.












