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Zuletzt aktualisiert: 14.10.2009 um 18:38 UhrKommentare

Hauptsache, es schmeckt

Die Trends bei Essen verfestigen sich: Es muss aufwändig und gut sein, darf aber keine Mühe machen. Heimische Firmen halten erfolgreich mit.

Foto © APA

Frischkäse aus der Tube ist der letzte Schrei. Unter den Zehntausenden Produkten, die 6500 Firmen auf der weltgrößten Lebensmittel-Fachmesse Anuga in Köln präsentierten, errang die Salzburger Molkerei damit einen Innovationspreis. Maresi glänzte mit Snack-Bällchen aus Fleisch und Rauch mit einem Rhabarber-Drink.

Die rund zehn steirischen Firmen aus dem Lebensmittelbereich, die ihre Produkte auf der Anuga präsentierten, hatten es also mit stärkster Konkurrenz zu tun. Unterstützt wurden sie vom steirischen Lebensmittelcluster "Tech for Taste", dem bereits 47 Firmen mit 5500 Mitarbeitern angehören. Die Ölmühlen wie Hamlitsch und Kleinschuster, Kaffeeprofi Hornig, Wurstmacher Messner, der Kühlgeräteerzeuger AHT und andere erfuhren jedenfalls, welche Markttrends gerade aktuell sind.

Wilde Innovationen

An erster Stelle steht, dass die Konsumenten immer weniger Zeit haben, ein Essen zuzubereiten. Dennoch soll es gut sein, es darf aufwändig wirken und soll sogar etwas Spaß machen. Das sind Anforderungen, die den Lebensmittelprofis, Geschmacksdesignern, Inhaltsstoffe-Mixern, Vitamin-Kreativen und Verpackungskünstlern ein enormes Betätigungsfeld eröffnen.

Also gab es in Köln alles, was Natur, Technik und die menschliche Kreativität möglich machen. Für Haltbarkeit und Transportmöglichkeiten gibt es keinerlei Grenzen mehr. Damit mausert sich sogar China zu einem ernst zu nehmenden Lebensmittelexporteur und die nordafrikanischen Staaten drängen mit Qualität und Niveau auf die Märkte.

Die wildesten Innovationen gibt es bei den Energy Drinks. Sie heißen Blow, Evil, Rhino, Pussy oder Loghorn. Ein deutsches Unternehmen bietet "Bier in der Box". Dem Gerstensaft wird die Kohlensäure entzogen und erst beim Zapfen wieder hinzugefügt. So erspart sich die Brauerei das Zurückholen der Fässer.

Und von der Texas State Fair in den USA erreicht uns die frohe Kunde, dass es frittierte Butter gibt. Butterbällchen werden in Staubzucker getunkt und in Öl fritiert. Beim Reinbeißen soll das ein chatakteristisches schmalziges Geräusch geben.

JOHANNES KÜBECK, KÖLN

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