Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
22. Mai 2013 15:57 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Hollunderblütensirup selbst ansetzen: So gelingt's! Die besten Muttertagstorten Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Lokale & Rezepte Nächster Artikel Hollunderblütensirup selbst ansetzen: So gelingt's! Die besten Muttertagstorten
Zuletzt aktualisiert: 11.08.2009 um 22:18 UhrKommentare

Trittbrettfahrer auf der Alm

Der steirische Fleisch-Zampano Karl Schirnhofer will mit der Marke "Almo" expandieren. Wermutstropfen: Viele Wirte haben "Almo" auf der Speisekarte, aber nicht in der Pfanne.

530 Bergbauern machen mittlerweile beim "Almo"-Programm mit und liefern pro Jahr 4500 Almochsen ab

Foto © APA/Sujet530 Bergbauern machen mittlerweile beim "Almo"-Programm mit und liefern pro Jahr 4500 Almochsen ab

Die Erfolgsgeschichte der Almbauern aus der Region Teichalm-Sommeralm ist sogar resistent gegen die Krise. Karl Schirnhofer, der aus der Alm-ochsen-Marke "Almo", von Bergbauern einst kreiert, eine starke Handelsmarke formte, setzt weiter auf Expansion. Fleisch und Wurst der ganz naturnah gehaltenen Rindviecher haben wesentlich dazu beigetragen, dass das Unternehmen mit Sitz im oststeirischen Kaindorf mit 190 Umsatzmillionen zum zweitgrößten heimischen Fleischverarbeiter aufgestiegen ist.

Der größte Teil wird über die 230 eigenen Feinkost-Filialen in den Zielpunkt-Märkten vertrieben, immerhin ein Viertel der Produktion - darunter auch Schweinernes in Premium-Qualität - geht schon in den Export. Der Erfolg animierte sogar etliche Wirte, als "Trittbrettfahrer" mitzunaschen. Zähneknirschend hört Schirnhofer immer wieder von Wirten und Restaurant-Chefs, die ihren Gästen auf der Speisekarte Fleischiges vom "Almo" versprechen, aber gar nicht seine Kunden sind. Das sei eine "Täuschung der Konsumenten", mahnt er, weil es hier um Qualität geht.

Ein Jahr auf der Alm

Ochsenfleisch sei nämlich das Beste, was die Gattung Rind bereit hält, versichert Schirnhofer: "Fleisch vom Stier kann nie so gut sein". Und die "Almo"-Tiere der oststeirischen Bergbauern seien wiederum das Beste vom Besten, gibt er sich unbescheiden. Ochsen wachsen 22 bis 36 Monate heran. Stiere, die man in jedem x-beliebigen Stall mästen könne, müssten gewöhnlich nach nur 16 Monaten zur Schlachtbank. Die Differenz werde in der Pfanne, im Backrohr und natürlich auf dem Teller deutlich. Das wert- und geschmackvolle intramuskulöse Fett wachse erst nach rund zwei Jahren ins Fleisch der Ochsen hinein, erklärt der gelernte Fleischhauer. Dazu gibt es bei den "Almo"-Ochsen die Vorgabe, dass die Tiere ein Jahr auf der Alm sein müssen, dass das Futter gentechnikfrei sein muss und die Tierschützer von "4 Pfoten" streng kontrollieren.

Stabile Preise

Fast alle führenden heimischen Wirte und Köche setzen auf Original-"Almo" und kaufen es auch bei Schirnhofer. 530 Bergbauern machen mittlerweile beim "Almo"-Programm mit und liefern pro Jahr 4500 Almochsen ab.

Der Lohn der Mühe: Während die Rinderpreise stets stark schwanken, garantiert die Teilnahme am "Almo"-Programm den Bauern stabile, steigende Preise. Diese Erfolgsgeschichte wird bald auf besondere Weise sichtbar. Im Werk in Kaindorf geht Ende September eine weitere Ausbaustufe in Form einer "gläsernen Fabrik" in Betrieb.

JOHANNES KÜBECK

Die Kriterien für "ALMO"

  • ALMO ist zu 100% österreichisches Qualitätsalmochsenfleisch
  • gentechnikfreie Fütterung
  • ALMO steht für artgerechte Tierhaltung: im Sommer Alm-Weidehaltung, im Winter große Freilaufställe
  • ALMO steht für artgerechte Ernährung: frische Almgräser und Kräuter, klares Quellwasser im Sommer, sowie österreichischer Getreideschrot und Heu im Winter bilden die natürliche Nahrungsbasis unserer Tiere
  • Ein spezielles Reifeverfahren garantiert zartes Rindfleisch höchster Qualität.

Unsere Buchtipps

Edition Styria

Das Neueste aus dem Kochbuchregal!

Buschenschank-Führer

APA

Ein Streifzug durch die besten Buschenschänken in der Steiermark.

 




Kulinarische Höhepunkte

Reitbauer: Grüner Spargel mit Schafskäse, Hopfensprossen und Bergamotte 

Reitbauer: Grüner Spargel mit Schafskäse, Hopfensprossen und Bergamotte

 

Newsletter

Was koche ich am Wochenende? Rezepttipps von Dagobert & Co.

 

Aktion "Steirisch Essen"

Fotolia

Drei Familien stellten sich der Herausforderung. Die Erfahrungsberichte finden Sie im "Steirisch Essen" - Blog.

 

Thema: Unser Essen

Alles in Butter mit unserem Essen? Die Kleine Zeitung geht der Frage in einer Serie nach:

 

Kochkurse, Brunches, Verkostungen

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang