Nordkorea erhält erstes Fast-Food-Restaurant
Fast-Food hält jetzt auch im kommunistischen Nordkorea Einzug. In der Hauptstadt Pjöngjang hat das erste Fast-Food-Restaurant eröffnet.

Foto © APA"Samtaeseong" heißt das erste Nordkoreanische Fast-Food-Resstaurant.
Um Anklänge an das US-Vorbild zu vermeiden, gibt es dort keine Hamburger, dafür steht vermutlich ähnlich schmeckendes Faschiertes mit Brot auf der Karte.
Das Lokal "Samtaeseong" wird laut einem japanischen Zeitungsbericht in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen aus Singapur betrieben. Dieses soll die Beschäftigten ausgebildet und die Einrichtung im westlichen Stil geliefert haben. Das Restaurant sei bereits im Juni eröffnet worden, schrieb die Zeitung. Außerdem würden dort Kimchi - eingelegter Kohl -, Waffeln und Bier vom Fass angeboten. Croissants und Hot Dogs sollten bald folgen, allerdings mit einer koreanischen Bezeichnung.
Nordkoreas Küche wird international
Die Regierung des abgeschotteten kommunistischen Landes sieht in ausländischen Einflüssen eine potenzielle Bedrohung ihrer Machtstellung, immerhin eröffnete aber vor einigen Monaten bereits ein italienisches Restaurant. Staatschef Kim Jong Il habe die Köche in Italien ausbilden lassen, die Zutaten würden importiert, berichtete "Choson Sinbo" im März.
Nordkorea leidet immer wieder an chronischem Nahrungsmittelmangel und war wiederholt auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Einer Hungersnot in den 90er Jahren sollen bis zu zwei Millionen Menschen zum Opfer gefallen sein. Die Restaurants werden vermutlich auch nicht von gewöhnlichen Bürgern besucht: Im neuen Schnellimbiss kostet das Faschierte mit Brot der Zeitung zufolge umgerechnet 1,20 Euro - dies entspricht der Hälfte des durchschnittlichen Tageslohns in Nordkorea.












