Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Mai 2013 14:03 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Gesunden mit Heilkräutern Großeinsatz für die steirischen Starköche Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Lokale & Rezepte Nächster Artikel Gesunden mit Heilkräutern Großeinsatz für die steirischen Starköche
Zuletzt aktualisiert: 31.10.2008 um 12:37 UhrKommentare

Heiße Maroni!

Wenn der Herbst mit seinen kühleren Tagen ins Land zieht, dann herrscht bei den Maroni-Standln Hochbetrieb.

Vom Baum in den Ofen: Maroni haben jetzt Saison

Foto © APAVom Baum in den Ofen: Maroni haben jetzt Saison

Will man sich und seiner Gesundheit etwas Gutes tun, dann sollte man bei den Maroni-Standln kräftig zulangen. Esskastanien oder Maroni sind nicht nur äußerst schmackhaft, sie sind auch sehr gesund. Mit knapp 220 Kalorien auf 100 Gramm sind sie Satt- aber keine Dickmacher und enthalten obendrein noch eine große Menge an Spurenelementen, Mineralstoffen und wertvollen Vitaminen.

Lagerung und Verarbeitung
Auch zu Hause braucht man nicht auf diese Früchte des Waldes verzichten. Man muss aber einige Dinge berücksichtigen, um in den wahren Kastaniengenuss zu kommen:
Achten Sie schon beim Kauf auf feste Früchte und eine glatte und glänzende Schale. Wenn die Haut schrumpelig aussieht, dann ist die Kastanie nicht mehr frisch. Im Geschäft wird das vielleicht nich so gerne gesehen, aber zu Hause können Sie die Schwimmprobe machen: Legen Sie die Kastanien ins lauwarme Wasser, schwimmen sie an der Oberfläche herum, dann können Sie sie getrost entsorgen, sinken Sie jedoch, dann sind sie frisch und können ohne Bedenken weiterverarbeitet werden.
Wirklich lange lagerfähig sind Kastanien nicht - sie sollten nach dem Einkauf (oder nach dem Sammeln) relativ schnell zubereitet werden, spätestens aber nach einer Woche ist ihre Zeit abgelaufen und sie verlieren an Geschmack.
Dass man Kastanien nicht roh verzehren kann, ist offensichtlich. Man hat zwei Möglichkeiten, Kastanien essfertig zu machen: entweder braten oder kochen.

Fitzelei

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man beim Schälen der selbstgerösteten Kastanien leicht Wutanfälle bekommt, weil sich die Schale nicht und nicht von der Frucht ablösen lässt. Mein Tipp: Achten Sie auf wirklich gute Qualität. Diese hat zwar ihren Preis, beim Braten werden Sie aber den Unterschied bald feststellen. Es kann auch helfen, die eingeschnittenen Kastanien 10 Minuten in kaltes Wasser zu legen und dann erst ins Rohr zu verfrachten.
Braten/rösten: Schneiden Sie die Kastanien kreuzweise ein und geben Sie sie bei ca. 280 Grad ins vorgeheizte Backrohr (am besten auf ein Backblech auflegen), und zwar so lange, bis sich die Schale von der Frucht zu lösen beginnt. Achtung: Das Einschneiden der Schale ist unumgänglich, die heißen Kastanien können sonst im Rohr explodieren!! Um ein Austrocknen der Kastanien zu verhindern, stellen Sie am besten ein Wassergefäß in den Backofen. Oder sie bespritzen von Zeit zu Zeit die Kastanien mit Wasser. Wenn Sie eine gusseiserne Pfanne mit Deckel besitzen, können Sie die Kastanien auch auf dem Herd rösten.

Kochen: Auch für den Kochtopf müssen die Kastanien kreuzweise eingeschnitten werden. Geben Sie die Kastanien dann in kochendes Salzwasser, ca. 15 Minuten ziehen lassen, herausnehmen und kalt abschrecken. Mithilfe eines Messers können Sie dann die Maroni schälen. Bedenken sollte man aber, dass bei der Kochmethode der Geschmack der Kastanie leidet.

Die Kastanie in der Küche
Pur genossen, sind Kastanien natürlich immer ein Hit und mit ihrem süßlichen Aroma beliebt bei Groß und Klein. Edelkastanien harmonieren aber auch mit anderen Gerichten ganz hervorragend. So bekommt ein exzellentes Wildgericht mit Kastanien - geröstet, als Püree oder als feine Füllung - eine noch feinere Note. Und Naschkatzen schwören ohnehin auf Kastanieneis oder Kastanienreis. Unser Dagobert ist auch ein großer Maroni-Freund und hat einige raffinierte Rezepte auf Lager.



Waltraud Zechner

Fakten

Botanisch wird zwischen Edel- oder Esskastanien und Maronen unterschieden. Edelkastanien sind größer und rundlicher als die Maroni. Maroni lassen sich hingegen leichter schälen und schmecken auch intensiver. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die beiden Begriffe Maroni und Edelkastanie synonym verwendet.

Achtung: Die Rosskastanie ist giftig und darf nicht mit der Edelkastanie verwechselt werden!

Foto

Foto © Kleine Zeitung DIGITAL / Erwin Scheriau

Maronibrater werden in der kalten Jahreszeit gerne aufgesucht ...Foto © Kleine Zeitung DIGITAL / Erwin Scheriau

Foto

Foto © www.proidee.at

Bild vergrößernSo ein kleiner Maroni-Ofen passt in jeden Haushalt und in jedes Backrohr. Zu beziehen bei www.proidee.at um ca. 40 EuroFoto © www.proidee.at

Foto

Foto © Kleine Zeitung DITIGAL / Erwin Scheriau

Bild vergrößernFingerwärmer, die man essen kann ...Foto © Kleine Zeitung DITIGAL / Erwin Scheriau

Unsere Buchtipps

Edition Styria

Das Neueste aus dem Kochbuchregal!

Buschenschank-Führer

APA

Ein Streifzug durch die besten Buschenschänken in der Steiermark.

 




Kulinarische Höhepunkte

Reitbauer: Grüner Spargel mit Schafskäse, Hopfensprossen und Bergamotte 

Reitbauer: Grüner Spargel mit Schafskäse, Hopfensprossen und Bergamotte

 

Newsletter

Was koche ich am Wochenende? Rezepttipps von Dagobert & Co.

 

Aktion "Steirisch Essen"

Fotolia

Drei Familien stellten sich der Herausforderung. Die Erfahrungsberichte finden Sie im "Steirisch Essen" - Blog.

 

Thema: Unser Essen

Alles in Butter mit unserem Essen? Die Kleine Zeitung geht der Frage in einer Serie nach:

 

Kochkurse, Brunches, Verkostungen

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang