Wenn die Quoten am Kochen sind
Prominente in der Arena, Amateure bei "Das perfekte Dinner", ein Rüpel "In Teufels Küche": Der Koch-Boom geht weiter. Wir zappten uns durch und testeten im Vergleich.

Foto © www.vox.de / Presse"Viele Köche ..." wird nicht bemüht: Claudia Kleinert, Liz Baffoe, Giulia Siegel, Florian König, Thomas Anders und Hilde Krekel (von links)
Das offizielle Bulletin des deutschen Senders VOX wird manchen freuen: "Wenn Thomas Anders kocht, dann singt er nicht." Auch wer an den Ohren empfindlich ist, kann also getrost zusehen, wenn sich die Ex-Hälfte des Ex-Duos "Modern Talking" in die "Promi-Kocharena" wagt.
Unter dem Motto "You're my Herd, you're my soul" fordert der Sänger in der Show abwechselnd mit den Schauspielerinnen Liz Baffoe, Hildegard Krekel, Giulia Siegel und der deutschen Wetter-Moderatorin Claudia Kleinert den Profikoch Frank Buchholz heraus. Vorteil jedes Hobbykochs: Er weiß im Voraus, was er zubereiten wird, der Profi muss mit den Zutaten improvisieren. Zum Vergleich werden dann beide Gerichte einer Jury serviert, die entscheidet, wer besser gekocht hat und die Runde für sich entscheidet. Pro Gericht gibt es 3000 Euro zu gewinnen – und zu spenden.
Reiner und der Rehrücken. Heimlicher Star der turbulenten Show ist Fußballmanager Reiner Calmund. Der gewichtige Juror liebt ordentliche Portionen, Schnickschnack auf dem Teller wird von ihm wortgewaltig verhöhnt. Heute bekommt er u.a. Rehrücken vorgesetzt.
Während VOX als hervorragend etablierte Küchenanstalt mit Shows wie "Das perfekte (Promi-)Dinner", "Unter Volldampf" und "Kocharena" quotenmäßig reüssiert, rüsten andere Sender ihre TV-Küchen nach.
Beschaulicher ORF. Eher beschaulich gibt sich nach wie vor der ORF mit Shows wie "Frisch gekocht" und "Wild Cooking". ATV fastet mit Sasha Walleczek, und auch Puls 4 hat sich eine Topfgeburt geleistet und hat Oliver Hoffinger im Rennen.
Schwere Küchengeschütze. Ganz andere Kaliber tauchen derzeit in deutschen Sendern auf. Nach dem klassischen Schaukochen à la Lafer und Lichter, dem hektischen Wettkochen à la "Promidinner" und gemütlichem Dampf-Plaudern à la Jamie Oliver werden neuerdings schwerere Küchengeschütze aufgefahren: Nach dem Vorbild des britischen Super-Kochs und Super-Rüpels Gordon Ramsay (12 Michelin-Sterne) schickt RTL ab Herbst Sternekoch Christian Rach aus, um miese Restaurants vor dem Konkurs zu retten. Bei der Radikalreform des Personals geht es erfahrungsgemäß eher ruppig zu. Einen Vorgeschmack gibt es um 15 Uhr auf RTL II. Da begibt sich Ramsay "In Teufels Küche".












