Bitterer Genuss: Auch Preise für Kaffee auf Rekordniveau
Verglichen mit März 2004 haben sich die Preise mehr als verdoppelt. Kaffee ist nach Erdöl das zweitwichtigste Welthandelsgut und wird laut Experten auch als Investitionsobjekt immer beliebter.

Foto © ReutersKaffee direkt nach der Ernte
Die gestiegenen Lebensmittelpreise betrifft mittlerweile auch Genussmittel wie Kaffee: Im 1. Quartal 2008 lagen Die Preise für Rohkaffee haben im ersten Quartal 2008 ein Rekordniveau erreicht. Im März kostete ein Pfund Rohkaffee im Durchschnitt 136,2 US-Cent (85,5
Eurocent). Verglichen mit März 2004 haben sich die Preise somit mehr
als verdoppelt. Damals kostete ein Pfund Rohkaffee noch 60,8 US-Cent,
geht aus dem aktuellen "cafe + co"-Kaffee-Monitor hervor. Die Preise
würden weiter steigen, stärkere Schwankungen seien zu erwarten,
teilte der größte Kaffeeautomaten-Betreiber in Österreich und
Zentraleuropa mit.
Gute Investition.
"In Zeiten sinkender Aktienkurse sehen viele Anleger Rohstoffe als
lohnende Investment-Alternative. Kaffee ist nach Erdöl das
zweitwichtigste Welthandelsgut und wird daher als Investitionsobjekt
immer beliebter", erklärte der Geschäftsführer von cafe + co, Gerald
Steger. Das führe zu starken Preisschwankungen. Im Februar 2008
betrug das Volumen der fünf größten an der Rohstoffbörse New York
abgewickelten Kaffee-Futures umgerechnet 202 Millionen Sack - im Jahr
davor waren es erst 129 Millionen Sack, so Steger.
Wachstum vorprogrammiert.
Laut Steger ist beim Kaffeeverbrauch weiter mit starkem Wachstum
zu rechnen: "Nicht nur in den westlichen Industrieländern sowie in
China und Indien, sondern auch in großen Produktionsländern wie
Brasilien steigt die Nachfrage nach Kaffee deutlich." Kaffee erlebe
derzeit weltweit einen "sensationellen Boom". "Die Erntemengen werden
voraussichtlich nicht im gleichen Ausmaß wachsen, daher wird Kaffee
mittelfristig wohl teuer bleiben", glaubt der cafe + co Chef.














