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Zuletzt aktualisiert: 25.02.2012 um 12:46 UhrKommentare

Meryl Streep gilt als Favoritin bei den Darstellerinnen

Hollywoods "Grand Dame" geht mit einer Golden-Globe-Nominierung für "Die Eiserne Lady" als Favoritin ins Oscar-Rennen. Ihre Konkurrenz heißt Glenn Close, Michelle Williams, Viola Davis und Rooney Mara.

Meryl Streep wurde erst vor kurzem mit einem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Foto © APMeryl Streep wurde erst vor kurzem mit einem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Es könnte das Jahr von Meryl Streep werden. Nach ihrem achten Golden Globe und dem Goldenen Ehrenbären der Berlinale für ihr Lebenswerk stehen die Chancen gut, dass sich die 62-Jährige für ihre Darstellung von Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" auch noch ihren dritten Oscar abholt. Dennoch muss man auch mit der Konkurrenz rechnen: Nominiert sind neben Streep Glenn Close, Michelle Williams, Viola Davis und die Newcomerin Rooney Mara.

Legende zu Lebzeiten

Es ist die 17. Oscar-Nominierung für Meryl Streep, die damit die Rangliste bei den Schauspielerinnen klar anführt. Gewonnen hat sie allerdings erst zweimal: 1979 als beste Nebendarstellerin an der Seite von Dustin Hoffman im Scheidungsdrama "Kramer gegen Kramer" und 1982 als beste Hauptdarstellerin in "Sophies Entscheidung", wo Streep eine Mutter in einem NS-Konzentrationslager porträtiert. Die 1949 in New Jersey geborene Schauspielerin hatte ihren internationalen Durchbruch Ende der 1970er Jahre mit dem TV-Mehrteiler "Holocaust" gefeiert, ihre erste Oscar-Nominierung folgte mit "Die durch die Hölle gehen" (1978).

In mehr als 40 Filmen hat die 62-jährige insgesamt mitgewirkt, von Kritikern wird sie meist unter die größten lebenden Filmschauspielerinnen gereiht. Sidney Pollacks Epos "Jenseits von Afrika" (1985) oder "Die Brücken am Fluss" (1995) von Regisseur Clint Eastwood zählen zu ihren bekanntesten Filmen. In den letzten Jahren hat sich Streep zunehmend dem Komödienfach gewidmet - in "Der Teufel trägt Prada" spielt sie die bösartige Chefredakteurin eines großen Modemagazins, in "Julie & Julia" begibt sie sich auf die Spuren von Köchin Julia Childs. 2008 überzeugte sie mit dem ABBA-Musicalfilm "Mamma Mia" singend und tanzend von ihrer Fitness - und bewies, dass sie sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Eine weitere Ausnahmeleistung liefert sie nun im Biopic "Die Eiserne Lady" ab - als gefürchtete britische Premierministerin Margaret Thatcher, die die wichtigsten Stationen ihres Lebens Revue passieren lässt.

Mit Glenn Close steht Streep kein Oscar-Leichtgewicht gegenüber. Die US-amerikanische Schauspielerin bringt es immerhin auf sechs Oscar-Nominierungen. Gewinnen könnte Close ihren ersten Oscar mit der Darstellung einer Frau in Männerkleidung: In "Albert Nobbs" porträtiert die 64-Jährige eine Frau im Irland des 19. Jahrhunderts, die sich als Mann verkleidet, um als Kellner arbeiten und überleben zu können. Close ist nicht nur Hauptdarstellerin, sondern auch Co-Autorin des Drehbuchs, schrieb den Titelsong und produzierte den Film. "Albert Nobbs" wird vielfach als Leinwandcomeback der Schauspielerin gewertet, war sie doch in den letzten Jahren hauptsächlich auf dem Fernsehschirm zu sehen, vor allem als Patty Hewes in der Anwaltsserie "Damages - Im Netz der Macht".

Durchbruch mit Teenie-TV-Serie

Einer Fernsehserie verdankt Michelle Williams ihren Durchbruch. Seit "Dawson's Creek" ist die 31-jährige Amerikanerin aus der Filmbranche nicht mehr wegzudenken. Nach Rollen in Independentfilmen wie "Wendy und Lucy" oder "Land of Plenty" folgte auch die internationale Bekanntheit. Ihre erste Oscar-Nominierung erhielt Williams 2005 für ihre Rolle neben Heath Ledger in "Brokeback Mountain". Letztes Jahr war sie für das Beziehungsdrama "Blue Valentine" nominiert, musste den Oscar jedoch Natalie Portman überlassen. Dieses Jahr soll es mit "My Week with Marilyn" endlich klappen - in dem Biopic porträtiert Williams Marilyn Monroe während der Dreharbeiten zu ihrer Filmkomödie "Der Prinz und die Tänzerin".

Ihre erste Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin verdankte Viola Davis einem lediglich acht Minuten langem Auftritt in "Glaubensfrage" (2008). Diesmal ist es die Hauptrolle in dem Südstaatendrama "The Help", die der hauptsächlich als Theaterschauspielerin bekannten 46-Jährigen zu Hollywoodehren verhilft. In dem Südstaatendrama porträtiert Davis eine afroamerikanische Haushaltshilfe in den Wirren der Bürgerrechtsbewegung der frühen 1960er Jahre. Geboren in Saint Matthews (South Carolina), konzentrierte sich die Schauspielerin nach ihrem Theaterkunststudium vor allem auf ihre Bühnenkarriere und gewann drei Tony Awards, den wichtigsten amerikanischen Theaterpreis. In den vergangenen Jahren ist Davis immer öfter auch in Filmen zu sehen, so zum Beispiel in "Eat Pray Love" oder "Knight & Day".

Neu im Oscar-Reigen ist Rooney Mara. Die 26-jährige Newcomerin ist für ihre intensive Darstellung der Hackerin Lisbeth Salander im US-Remake der Stieg-Larsson-Verfilmung "Verblendung" nominiert. Mit dem Regisseur von "Verblendung", David Fincher, hat Mara bereit in "The Social Network" gearbeitet. Ihren Durchbruch feierte die New Yorkerin ebenfalls mit einem Remake: In "A Nightmare on Elm Street" spielte sie die weibliche Hauptrolle.

Quelle: APA

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Die Kleine Zeitung DIGITAL berichtete von der Oscar-Nacht live im Ticker von der Übertragung der Academy Awards-Verleihung in Los Angeles - lesen Sie das Protokoll der Verleihung.

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