Haneke will Förderung für "zarte Kino-Pflänzchen"
Einmal mehr kritisiert der Filmschaffende die fehlende Wertschätzung der Kulturpolitik gegenüber dem österreichischen Film, vor allem im Nachwuchsbereich.

Foto © APAHaneke will mehr Förderung in der Filmindustrie
Filmregisseur Michael Haneke ("Amour") hat die fehlende Wertschätzung der Kulturpolitik gegenüber dem heimischen Filmschaffen einmal mehr kritisiert. Die Abwesenheit von Kulturministerin Schmied trotz zweier österreichischer Wettbewerbsbeiträge in Cannes signalisiere, "dass nicht einmal die Politiker es für nötig halten, dem österreichischen Film ihre Reverenz zu erweisen", so Haneke im "profil".
Gegenwärtige Tendenzen, die Filmförderung für künstlerisch anspruchsvolle Produktionen zugunsten des sogenannten "Publikumsfilms" zu schwächen, sieht der zweifache Gewinner der Goldenen Palme als "Alarmzeichen". "Ich habe wohlgemerkt nichts gegen Unterhaltungsfilme", sagte der erfolgreichste zeitgenössische österreichische Filmregisseur, "und auch um meine eigenen Werke mache ich mir keine Sorgen: Dafür findet sich das Geld. Aber man muss all die zarten Kino-Pflänzchen, die da in den letzten Jahren gewachsen sind, auch begießen." Haneke ist als Lehrender an der Wiener Filmakademie selbst in die österreichische Nachwuchsarbeit involviert.











