Berlinale im Zeichen politischer Umbrüche und Stars

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Die Filmfans scharren bereits in den Startlöchern: In zwei Tagen beginnen in Berlin die 62. Internationalen Filmfestspiele, die traditionell den Auftakt des großen Festivaljahres begehen. "Es ist eine Zeit der Aufbrüche und der Umbrüche", sagte Festivaldirektor Dieter Kosslick zuletzt bei der Vorstellung des neuen Programms. Den Filmen sei anzusehen, dass die Perspektive der Menschen sich ändere.
Im Wettbewerb um den Goldenen Bären stehen insgesamt 18 Filme, die alle Weltpremieren sind. Aber auch ein Österreicher-Paket ist in Berlin am Start. Im Panorama gastieren "Die Wand" von Julian Pölsler, "Kuma" von Umut Dag und "Glaube Liebe Tod" von Peter Kern, im Forum "What Is Love" von Ruth Mader und "Spanien" von Anja Salomonowitz. Einzig im Kurzfilmwettbewerb, den Berlinale Shorts, ist mit "zounk!" von Billy Roisz ein österreichisches Video im Bären-Rennen. In der Sektion Generation läuft zudem Nikki Schusters kurze Animation "Berlin Recyclers". Das Österreichische Filmmuseum ist zudem maßgeblich an der Retrospektive zur sowjetischen Traumfabrik beteiligt.
Die 62. Berlinale findet vom 9. bis zum 19. Februar statt und präsentiert 395 Filme. Der äußerliche Stil ist neu: Nach einem knallroten "B" in leuchtendem Strahlenkranz im Vorjahr tanzt jetzt der Berlinale-Bär in gedeckten Retrofarben über die Plakate. Präsident der Internationalen Jury ist diesmal der britische Filmemacher Mike Leigh, ihm zur Seite sitzen unter anderem die französische Schauspielerin und Sängerin Charlotte Gainsbourg und der niederländische Fotograf Anton Corbijn.
Den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk erhält die US-amerikanische Schauspielerin Meryl Streep, die seit Ende der 70er Jahre zahlreiche Erfolge auf der Leinwand feierte, unter anderem in "Kramer gegen Kramer", "Out of Africa", "Der Teufel trägt Prada" und "Mamma Mia". Ihr neuester Film "The Iron lady" ("Die eiserne Lady") über Margaret Thatcher wird zur Preisverleihung vorgeführt. Auch sonst wird es von Stars wimmeln: US-Schauspielerin Angelina Jolie hat sich ebenso angekündigt wie der indische Superstar Shah Rukh Khan oder Jungstar Robert Pattinson.










