Begeisterung über Neufassung von "Metropolis"
Bei drei gleichzeitigen Uraufführungen ist die restaurierte Fassung des Stummfilm-Klassikers "Metropolis" am Freitag begeistert gefeiert worden.

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Am Brandenburger Tor und im Friedrichstadtpalast in Berlin sowie in der Alten Oper in Frankfurt zeigte sich das Publikum bewegt, das legendäre Meisterwerk von Fritz Lang erstmals seit mehr als 80 Jahren wieder in einer fast kompletten Fassung zu sehen.
Deutschlands Kulturstaatsminister Neumann nannte den Film vor den rund 2000 Gästen der Berlinale-Gala im Friedrichstadtpalast ein "Juwel unseres nationalen kulturellen Erbes". Nicht ohne Grund habe die UNESCO das Meisterwerk des Kinos der Weimarer Zeit in das Kulturerbe-Register aufgenommen. Besonderen Beifall erntete das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das die Filmmusik von Gottfried Huppertz live einspielte.
Am Brandenburger Tor harrten trotz Minustemperaturen und leichtem Schneefall rund 2.000 Menschen aus, um die Übertragung auf einer Riesenleinwand zu verfolgen. Zur Galavorführung in Frankfurt kam auch eine der beiden argentinischen Cineasten, die vor zwei Jahren eine Originalkopie des Films entdeckt und mit dem Sensationsfund die Restaurierung erst möglich gemacht hatten.
"Metropolis", die Geschichte um eine futuristische Stadt, deren Bewohner in eine reiche und eine arme Klasse unterteilt sind, war bald nach der Uraufführung 1927 um fast eine halbe Stunde gekürzt worden, weil der Film an den Kinokassen nicht ankam. Die herausgeschnittenen Szenen galten jahrzehntelang als verschollen, bis 2008 im städtischen Filmmuseum von Buenos Aires eine - allerdings arg lädierte - Originalfassung entdeckt wurde.











