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Zuletzt aktualisiert: 22.01.2009 um 17:16 Uhr

113 Oscar-Nominierungen für Österreicher, bisher 33 Auszeichnungen

Götz Spielmann ist dieses Jahr für den Auslands-Oscar nominiert, im Vorjahr triumphierte Stefan Ruzowitzky.

Billy Wilder (links im Bild) bleibt ungeschlagen

Foto © ReutersBilly Wilder (links im Bild) bleibt ungeschlagen

Insgesamt 112 Mal sind Österreicher bisher für einen Oscar nominiert gewesen, der Regisseur Götz Spielmann holte am 21.1.2009 mit seinem Film "Revanche" nun die 113. Nominierung. 33 Mal hat es tatsächlich für eine der goldenen Statuetten gereicht. Am erfolgreichsten war der in Österreich geborene Billy Wilder, der im Verlauf seiner Karriere sechs Oscars gewann und 1988 auch mit dem Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Im Vorjahr triumphierte Regisseur Stefan Ruzowitzky mit seinem KZ-Drama "Die Fälscher" und gewann den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film.

Nominierungen. 1986 war Wolfgang Glücks "38" ebenfalls für einen Auslands-Oscar nominiert. In den Jahren danach waren Hubert Sauper mit "Darwin's Nightmare" (Kategorie Dokumentarfilm, 2005) und Virgil Widrich 2001 für seinen Kurzfilm "Copy Shop" nominiert.

Erster Oscar an Max Steiner. Den ersten Oscar überhaupt für einen Österreicher gab es laut dem Nachschlagewerk "Österreicher in Hollywood" (Filmarchiv Austria) durch Max Steiner 1935. Er zeichnete für die Filmmusik in "The Informer" verantwortlich. Ein Jahr später wurde Paul Muni als Bester Hauptdarsteller in "The Story of Louis Pasteur" geehrt. In dieser Kategorie war nach ihm nur noch Maximilian Schell 1961 mit seiner Hauptrolle in "Judgement at Nuremberg" an der Spitze. Fred Zinnemann schaffte 1951 das, was Sauper nicht und auch vorher und nachher keinem Österreicher mehr gelungen ist: Er holte sich für "Benjy" den Dokumentarfilm-Oscar.

Fred Zinnemann und Sam Spiegel. Zinnemann zählt neben Sam Spiegel insgesamt zu den erfolgreichsten Österreichern, was Academy Awards anbelangt. Er gewann 1953 auch den Oscar für die Beste Regie für "From Here To Eternity" und 1966 als Produzent und Regisseur von "A Man Of All Seasons". Ebenfalls bei vier Oscars hält Spiegel, der 1954 mit "On The Waterfront", 1957 mit "The Bridge On River Kwai" und 1962 mit "Lawrence Of Arabia" für den Besten Film ausgezeichnet wurde sowie 1964 einen "Lifetime Achievement Award" (Oscar für das Lebenswerk) zugesprochen bekam.

Billy Wilder. An Billy Wilder kommt aber keiner heran. 1945 bis 1960 erhielt der Regisseur sechs Oscars, drei davon für "Das Apartment" (Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch). Nahe an der Statuette war 1986 übrigens nicht nur Wolfgang Glück, sondern auch der Schauspieler Klaus Maria Brandauer: Er war als Bester Nebendarsteller in Sydney Pollacks "Out Of Africa" nominiert, musste jedoch Don Ameche für seine Rolle in "Cocoon" den Vortritt lassen. Vier Jahre zuvor hatte Brandauer für Aufsehen bei der Verleihung gesorgt, weil er auf die Bühne gestürmt war, um "seinem" Regisseur Istvan Szabo zum Oscar für den Besten ausländischen Film ("Mephisto") zu gratulieren.

Olymp der Promi-Szene. Stefan Ruzowitzky erinnerte im Vorjahr in seiner Dankesrede an Persönlichkeiten wie Billy Wilder, Fred Zinnemann und Otto Preminger, die von den Nazis aus Österreich vertrieben wurden. Nach seinem Triumph in Hollywood war er vor allem überrascht, "dass man da plötzlich in den Olymp der Promi-Szene hinaufpropellert wird", sagte der Regisseur heute im Gespräch mit der APA. Seinem Kollegen Götz Spielmann werde er sicher noch Tipps für die Gala geben, "damit er vorbereitet ist", versprach er. "Aber jetzt soll er mal feiern und sich freuen."


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