Rezept zum Verlieben
Catherine Zeta-Jones steht am Herd und probiert ein "Rezept zum Verlieben". Auch Aufgewärmtes kann schmecken.

Foto © Warner Bros.Catherine Zeta-Jones und Aaron Eckhart
Alles ist bei der Meisterköchin Kate (Catherine Zeta-Jones) klar strukturiert. Zuerst kommt der Job als Küchenchefin im noblen Restaurant 22 Bleecker irgendwo in Manhattan und dann lange nichts bis um halb fünf in der Früh der Wecker klingelt und der Einkauf am Fischmarkt zu erledigen ist. Und dann der Slalom zwischen Kochtopf, Herd und Pfannen, Spargelschäler und Trüffelhobel. Bis zum Umfallen.
Nur das Kochen zählt. Das Lob der Gäste juckt wenig und sollte einmal jemand etwas beanstanden, dann kriegt der lukullische Banause einfach ein rohes Stück Fleisch auf den gedeckten Tisch geknallt. Da kann Restaurantbesitzerin Paula noch so entgeistert aus der Wäsche schauen.
Auf Schleuderkurs. Die bedingungslose Leidenschaft für den Beruf, das Streben nach kulinarischer Offenbarung, die Orientierung auf den perfekten Genuss wird auf einmal irritiert: Kates Schwester verunglückt tödlich und sie hat sich um deren neunjährige Tochter Zoe (Abigail Breslin) zu kümmern. Das Leben mit einem anderen Menschen, der trauert und Bedürfnisse hat, überfordert Kate. Beruflich kommt sie ebenfalls ins Schleudern. Da hat sich in "ihre" Küche ein neuer Sous-Chef (Aaron Eckhart) eingenistet, der bei der Arbeit nicht nur Arien hört, sondern auch noch Witze reißt.
Remake. Wem die Grundkonstellation des Plots bekannt vorkommt, hat natürlich völlig recht. "Rezept zum Verlieben" ist ein Remake des deutschen Erfolgsfilms "Bella Martha" von Sandra Nettelbeck mit Martina Gedeck und Sergio Castellitto in den Hauptrollen. Das Remake von Regisseur Scott Hicks ("Shine", "Hearts In Atlantis") ist handwerklich völlig okay, aber die Hauben gebühren fraglos dem europäischen Original-Rezept.














