Death Proof
Regisseur Quentin Tarantino erinnert mit seinem Horror-Action-Mix an die wilden Frauen auf Rädern aus der Blütezeit des Schundfilms der 70er Jahre.

Foto © Senator FilmKurt Russell als Psychopath Mike
Quentin Tarantino und Robert Rodriguez
hatten ihre beiden jüngsten Filme in den USA zusammengeschnürt als
Doppelpack unter dem Titel "Grindhouse" in die Kinos gebracht - es
wurde ein Misserfolg an den US-Kinokassen und ebenso beim
Filmfestival in Cannes, wo der Doppelstreifen im Wettbewerb ohne
Preis blieb. Jetzt (19. Juli) kommt in Österreich zuerst Tarantinos
Autoverfolgungsfilm "Death Proof" solo in die Lichtspielhäuser, am
23. August wird der Horrorstreifen "Planet Terror" von Rodriguez
ebenfalls solo folgen.
Kaltblütiger Mord. In "Death Proof" geht es um einen Stuntman, der mit seinem
aufgemotzten Wagen vier junge Frauen kaltblütig ermordet. Kurt
Russell, bekannt aus John Carpenters Filmen "Die Klapperschlange" und
"Das Ding aus einer anderen Welt", spielt den psychopathischen
Stuntman Mike, der schließlich selber vom Jäger zum Gejagten wird,
wenn eine Gruppe anderer Mädchen zur Rache aufbricht - ebenfalls mit
einem Auto.
Abgebrühte Amazonen. Der Streifen ist eine Reminiszenz an die wilden Frauen auf Rädern
aus der Blütezeit des Schundfilms der 70er Jahre. Seine Heldinnen
sind Amazonen in Hotpants. Die furchtlosen Enkelinnen von Russ Meyers
Frauen-Gang in "Faster, Pussycat Kill! Kill!" sind nicht gerade
zimperlich. Sexismus-Debatten würden an ihnen abprallen wie die
Blicke uninteressanter Männer.












