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Zuletzt aktualisiert: 28.03.2007 um 10:41 Uhr

Atkinson: Bean ein unsympathischer Anarchist

Zehn Jahre nach "Bean - Der ultimative Katastrophenfilm" stürzt der naiv-unterbelichtete Kindskopf wieder ins Chaos und Verderben.

Foto © UIP

Rowan Atkinson (52) spielt in der Komödie "Mr. Bean macht Ferien" sein Film-Alter-Ego, einen englischen Tollpatsch, der an die französische Mittelmeerküste reist. Kinostart in Österreich ist der 30. März. Ursprünglich sei der Film unter dem Titel "Mr. und Mrs. Bean" geplant gewesen, sagt der britische Schauspieler in einem dpa-Gespräch. Da Mr. Bean aber eine "asexuelle Figur" sei, dürfe er sich nun doch nicht verlieben. Sympathisch findet Atkinson den von ihm dargestellten Leinwand-Chaoten nicht. "Er ist ein geborener Anarchist", sagt er. Der zweite Bean-Kinofilm sei vermutlich der letzte.

Herr Atkinson, stellen Sie sich einmal vor, Sie würden Mr. Bean treffen. Würden Sie Freunde werden?
Atkinson: Nein, ganz bestimm nicht. Ich halte Mr. Bean für keinen sehr netten Menschen. Er ist ein Kind und ein geborener Anarchist. Ein Abend mit Mr. Bean würde nicht sehr angenehm werden. Er ist einfach zu merkwürdig und unberechenbar. Ich mag es, ihn als Schauspieler darzustellen, aber das ist natürlich etwas ganz anderes. Man muss ein Kind spielen, und das macht immer Spaß. Aber eine längere Zeit würde ich unter keinen Umständen mit einem lebendig gewordenen Mister Bean verbringen wollen.

Im Film deutet sich nur kurz eine mögliche Liebesgeschichte mit einer Französin an, gespielt von Emma de Caunes. Warum darf sich der tollpatschige Leinwand-Held denn nicht verlieben?
Atkinson: Der Film sollte ursprünglich "Mr. und Mrs. Bean" heißen. Der Titel war gut. Aber ich halte Mr. Bean für eine asexuelle Figur, weil er sich wie ein Kind verhält. Und Kinder sollten nun mal nicht heiraten! Daher haben wir beschlossen, den Film anders zu machen und sein Verhältnis zu Frauen nur als platonisch zu beschreiben. Das ist einfach die witzigere und nachvollziehbare Art, Mr. Bean in einem Film darzustellen.

In welchen Filmen sind Sie zukünftig zu sehen?
Atkinson: Das weiß ich noch nicht. Es liegt ein Drehbuch für die Fortsetzung der Agentenkomödie "Johnny English" vor. Aber das Script ist noch nicht sehr witzig. Da müssen wir noch dran arbeiten. Die Dreharbeiten beginnen frühestens im Sommer 2008. Noch einen Bean- Film wird es vermutlich nicht geben. Vermutlich, denn man soll niemals nie sagen. Gut möglich, dass ich schon vor zehn Jahren einen weiteren Bean-Film ausgeschlossen habe. Aber ich denke wirklich, dass es keinen dritten Teil gibt. Das ist natürlich auch schade. Wissen Sie, was das Angenehme an der Bean-Rolle war? Man hat so wenig Text, dass man während der Dreharbeiten nicht wie andere Schauspieler abends ewig im Hotelzimmer seine Zeilen auswendig lernen muss.


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