La Vie en Rose
Im großen Gefühlskino "La Vie en Rose" bereut Edith Piaf nichts.

Foto © Constantin FilmGerard Depardieu und Marion Cotillard
"Non, je ne regrette rien..." - "Ich bereue nichts".
Einen besseren musikalischen Abschluss kann man sich wohl nicht
wünschen für ein Biopic, eine verfilmte Biografie. Und im Falle von
"La Vie en Rose" ergibt sich das noch dazu fast von selbst: Denn
Protagonistin ist Edith Piaf, die legendäre französische
Chansonniere, das Lied war einer ihrer größten Erfolge. Die
französische Großproduktion mit Marion Cotillard in der Hauptrolle
kommt am 23. Februar in die österreichischen Kinos.
Musik und Liebe. Regisseur Olivier Dahan ("Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der
Apokalypse") hatte die Idee zum Projekt angeblich in einem Buchladen:
"Ein Film über Musik und Liebe. Ein tragischer, romantischer
Blockbuster. Französisches Thema mit internationalem Ansatz. Ein
Spielfilm über Edith Piaf." Und tatsächlich zeigt "La Vie en Rose"
mit alt bewährten Mitteln das Leben der nur 47 Jahre alt gewordenen
Sängerin als Verkettung tragischer und schicksalhafter Ereignisse,
als eine Existenz in Extremen. Einige der gezeigten Episoden, so zum
Beispiel eine zeitweise Erblindung als Kind, sind gar nicht gesichert
- hatte Edith Piaf doch keinerlei Skrupel, Dinge zu erfinden, die
ihrem Mythos nützlich waren.
Spatz von Paris. Die Zeitebenen im Film, der die diesjährige Berlinale mit Erfolg
eröffnete, sind miteinander verwebt: Von großen Auftritten des
zierlichen "Spatz von Paris" im legendären Olympia zur ärmlichen
Kindheit in der Gosse oder im Bordell der Großmutter wird da
gewechselt. Der Eindruck der Kausalität der Ereignisse wird da noch
verstärkt. Auch die für Piaf typischen Charakteristika werden Stück
für Stück erklärt: Eine Hure schminkt der kleinen Edith die Lippen
rot, der Nachtclubbesitzer Louis Leplée (Gérard Depardieu) tauft sie
"La mome", "das Gör", und Komponist Raymond Asso (Marc Barbé) bringt
ihr Gesten für die Bühne bei und legt ihr das berühmte schwarze Kleid
an.














