Mein Führer
Helge Schneider und Sylvester Groth brillieren als Hitler und Goebbels.

Foto © FilmladenHelge Schneider und Ulrich Mühe
"Ich will meinen Juden haben, tot oder lebendig - äh,
lebendig natürlich." Hitler ist in den Tagen vor der Neujahrsrede
1945 nervös und depressiv, sein ehemaliger Schauspiellehrer Adolf
Grünbaum soll den Führer rechtzeitig wieder aufbauen. Aber Grünbaum
ist ein Jude und sitzt im KZ Sachsenhausen.
Komödie mit Helge Schneider. Der in Basel geborene und
in Berlin lebende jüdische Regisseur Dani Levy inszenierte mit "Mein
Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler" erstmals
eine deutschsprachige Komödie über den Diktator und sorgte bereits im
Vorfeld für Aufregung. Ab Freitag (19.1.) läuft der Streifen mit dem
Komiker Helge Schneider in der Hauptrolle in den österreichischen
Kinos.
"Wo haben wir Sie denn aufgestöbert?", fragt Propagandaminister
Joseph Goebbels (genial gefährlich: Sylvester Groth), als Adolf
Grünbaum (Ulrich Mühe) abgemagert und bleich vor ihm steht. "Sachsenhausen",
antwortet dieser knapp. "Das mit der Endlösung müssen sie nicht
persönlich nehmen", erwidert Goebbels jovial. Er weiht den
Schauspiellehrer in die Pläne ein: Grünbaum - souverän gespielt von
Ulrich Mühe - soll aus Hitler wieder Hass und Wut hervorkitzeln. In
emotionalem Zwiespalt und zur Rettung seiner Familie willigt Grünbaum
ein und enttarnt den Diktator als einen vom Vater geschlagenen und
zurückgewiesenen Schwächling.













