Marilyn Monroe: Drei Ehen, null Kinder und 50 Adressen
Eine Ausstellung in Wien präsentiert Marilyn Monroe anhand ihrer Hinterlassenschaft. Dahinter steht ein begeisterter Sammler.

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Sie wurde nur 36 Jahre, zwei Monate und vier Tage alt. In der Nacht vom 4. auf 5. August 1962 starb Marilyn Monroe in ihrem Haus in Los Angeles an einer Medikamentenvergiftung. Dies war zumindest die offizielle Todesursache. Aber es gibt auch diverse andere Gerüchte. Anlässlich des 50. Todestages der Hollywood-Ikone im kommenden Jahr gibt es im Wiener Novomatic Forum jetzt, bis 26. Februar, die Ausstellung "Marilyn Intimacy".
Im Alter von zehn Jahren hatte der Mannheimer Ted Stampfer, Jahrgang 1971, ein Schlüsselerlebnis. Er sah mit seiner Schwester den Film "Wie angelt man sich einen Millionär?". "Plötzlich", erinnert er sich, "stellte ich fest, dass da ein Mensch auf der Leinwand eine derartige Ausstrahlung hatte, dass mein Interesse ein für alle Mal geweckt war. Dieser Mensch hieß Marilyn Monroe."
Daraus entwickelte sich eine Sammelleidenschaft. Auf namhaften Auktionen erwarb er Stücke aus dem Nachlass der Schauspielerin. In der Ausstellung sind nun Hunderte Exponate zu sehen. Stampfer in seiner Eröffnungsrede: "Auch nach 50 Jahren steht die Wahrheit über ihren Tod nicht einwandfrei fest. Aber die Unikate, die Sie in dieser Ausstellung sehen, geben einen unverfälschten Blick auf Marilyn Monroe und damit auf ein Stück Wahrheit, das überlebt hat."
Den Besucher erwartet schon beim Eingang ein roter Cadillac mit dem Kennzeichen "Norma Jeane-26". Denn Norma Jeane Mortenson war der wirkliche Name des Stars mit trauriger Kindheit. Sie wuchs bei einigen Pflegefamilien auf, hatte keine wirkliche Bezugsperson. Drei Ehen, null Kinder, 50 verschiedene Wohnadressen. Ihre berühmten Maße: 91 - 61 - 86. Ihren Körper nannte sie einst in einem "Cosmopolitan"-Interview ihren "zauberhaften Freund".
Terminplaner
Unter anderem auch zu sehen: Originaldrehbücher, zum Beispiel von "Manche mögen's heiß" oder "Fluss ohne Wiederkehr", der Golden Globe, den sie 1959 für "Manche mögen's heiß" erhielt, ihr Sessel aus dem Film "Bus Stop". Weiters Rechnungen etwa über eine Flasche Champagner der Edelmarke Dom Perignon (14 Dollar) oder über ein TWA-Ticket nach New York (411 Dollar), ein persönlicher Terminplaner mit Eintragungen mit Buntstift, Bleistift, Kugelschreiber, ihr privates Telefonbuch mit Anmerkungen zu Frank Sinatra und Arthur Miller und zahlreiche weitere Objekte aus ihrem Alltagsleben.
Wiedersehen
An Kleidungsstücken sind, beispielsweise, ausgestellt: ein rosafarbenes Seiden-Oberteil von Pucci (1961/62), eine weiße Baumwoll-Caprihose, mit der sie sich gern fotografieren ließ, ein kurzärmeliger Angora-Pullover, et cetera. 1952 hatte sie US-Sport-idol Joe DiMaggio zum ersten Mal geheiratet, 1962 wollte sie mit ihm noch einmal vor den Standesbeamten treten. Das Kleid war bei Jean Louis bereits in Auftrag gegeben und angefertigt. Und da begeht man Selbstmord? DiMaggio muss sie wohl zeit seines Lebens heiß geliebt haben, denn seine letzten Worte vor seinem Tod am 8. März 1999 waren: "Ich werde endlich Marilyn sehen."
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Infos zur Schau
Marilyn Intimacy. Bis 26. 2. (Mo-Fr 12-20 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr), im Novomatic Forum, 1010 Wien, Friedrichstraße 7.












