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    Zuletzt aktualisiert: 13.10.2011 um 14:25 UhrKommentare

    "Apollo 18": Horror-Fake um die amerikanische Mondmission

    Astronauten-Horror im "Blair-Witch"-Stil: Das experimentelle Hollywood-Debüt von Gonzalo Lopez-Gallego schockt mit angeblich gefundenem Raumfahrt-Filmmaterial aus den 1970ern.

    Foto © Studio

    Es gibt Filme, die eine ambivalente Betrachtung förmlich herausfordern: "Apollo 18", das Hollywood-Debüt des jungen spanischen Regisseurs Gonzalo Lopez-Gallego, ist interessanterweise so ein Beispiel. Ein billiger Blair-Witch-Abklatsch, ist man in einer ersten Reaktion versucht zu rufen, muss sich aber im selben Moment die nicht unoriginelle Variation des Horror-Schemas im Weltall eingestehen. Auch fehlende Spannung wurde dem Film vielfach zurecht vorgeworfen, doch bei den wenigen Schockmomenten zuckt man dafür umso mehr zusammen. Und natürlich sind die Staubränder und Kratzer am 16-mm-Bild verspielte Mätzchen, aber das detailverliebte Bemühen um Authentizität in Look und Ausstattung ringt dennoch Respekt ab.

    Wenn "Apollo 18" am Freitag in Österreich ins Kino kommt, scheiden sich also vermutlich die Geister. Eingefleischte Horrorfans werden sich möglicherweise langweilen, auch bei der Pressevorführung in Wien erntete die eine oder andere Szene unfreiwillige Lacher. Aber wer einen unvoreingenommenen Zugang zum Genre und einen Blick für formale Feinheiten und europäische "Nerdigkeit" mitbringt, wird mit der Fake-Doku um einen angeblich geheimen bemannten NASA-Flug zum Mond, der Anfang der 1970er Jahre seltsame Aktivitäten auf der Oberfläche des Himmelsgestirns dokumentierte, die wiederum von den Offiziellen unter den Tisch gekehrt wurden, auf jeden Fall seine Freude haben.

    Ungereimtheiten auf der Mondoberfläche

    Es ist ein Experiment, das der junge Spanier Lopez-Gallego mit vergleichsweise sehr geringen Mitteln gewagt hat - auf engstem Raum mit nur drei, über lange Zeit sogar nur zwei Darstellern, aus stets ähnlich klaustrophobischen Perspektiven und mit dokumentarischem Gestus. Gezeigt wird die geheime Mission fast ausschließlich aus Sicht der beteiligten Astronauten, die mit 16-mm-Kameras ausgestattet wurden, um ihre Entdeckungen festzuhalten. Anfangs scheint auch alles gut zu laufen, doch schon bald nach der Landung auf der Mondoberfläche häufen sich die Ungereimtheiten: komische Spuren im Sand, eine verlassene Sowjet-Raumkapsel, ein unheimlicher Zwischenfall vor der eigenen Lagerstatt.

    Natürlich könnten auch "diese Russen überall sein", wie ein erster Verdacht lautet. Aber schon bald stellt einer der Astronauten fest, dass die Spuren eindeutig nicht menschlichen Ursprungs sein können. Kein Wunder also, dass die NASA kein Interesse hat, dass das Material öffentlich wird - so legt zumindest der Trailer nahe, der auf die Echtheit der (in Zeiten von Wikileaks natürlich zugespielten) Inhalte verweist. Diese Marketingstrategie der Weinsteins ist aber vielleicht auch einer der größten Schwachpunkte, denn nach "The Blair Witch Project", "Paranormal Activity" oder "Cloverfield" wirkt die Authentizität als Vermarktungswerkzeug doch schon ordentlich abgelutscht. Nichtsdestotrotz sah sich die amerikanische Raumfahrtagentur zu einem Dementi genötigt.

    Andere Kritikpunkte sind leichter zu entkräften: Die fehlende Spannung etwa sieht nach einem durchaus durchdachten stufenförmigen Aufbau eines teilweise sehr experimentell angehauchten Science-Fiction-Thrillers aus, in mancher konsequenten Szene sogar ein wenig an den - zugegeben ungleich gelungeneren - "Moon" von Duncan Jones erinnernd. An der schauspielerischen Leistung von Warren Christie, Lloyd Owen und Ryan Robbins ist nichts auszusetzen, und die Produzenten um "Wanted"-Regisseur Timur Bekmambetov haben dem nur fünf Millionen Dollar teuren Streifen einen beeindruckenden Look verpasst. In den USA fiel der Film dennoch sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik größtenteils durch. Neugierig darf man nun auf die europäischen Reaktionen sein.


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