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    Zuletzt aktualisiert: 05.07.2010 um 21:45 UhrKommentare

    Lukas Resetarits: "Der Kottan war nie weg"

    Ein neuer Kottan-Film passt für Lukas Resetarits gut ins Jahr 2010: Die Menschen, sagt er, seien böser, die Gier nackter geworden.

    Lukas Resetarits in seiner ersten TV-Folge als Kottan im Jahr 1980

    Foto © ORFLukas Resetarits in seiner ersten TV-Folge als Kottan im Jahr 1980

    Drei Morde in 24 Stunden. Trotzdem: Das Verbrechen hat in Wien hat keine Chance. Denn: Kottan ist zurück - erstmals in einer Kinoversion. Peter Patzak dreht derzeit "Kottan ermittelt - Rien ne va plus". Die Hauptrolle übernimmt wieder Lukas Resetarits.

    Macht es Ihnen Spaß?

    LUKAS RESETARITS: Die Stimmung von damals ist mir im Bewusstsein geblieben. Für das zentrale Team und mich ist das keine Fortsetzung, sondern nur ein Danach. Und der Geist des mittlerweile verstorbenen Autors Helmut Zenker schwebt über uns. Ein schönes und gutes Gefühl.

    Ist es einfach, nach 26 Jahren wieder Kottan zu spielen?

    RESETARITS: Ja, denn er war für mich nie weg, obwohl die Serie damals eingestellt wurde. Wir haben sie nie beendet - nur der ORF.

    Passt Kottan noch in die Zeit?

    RESETARITS: Ich glaube schon. Er ist immer noch zornig. Vielleicht war er früher insgeheim ein Optimist, der sich als Pessimist gab. Mag sein, dass er gehofft hat, dass alles besser wird. Heute stellt er fest: Das ist nicht eingetroffen. Die Menschen sind böse, die Gier ist nackter geworden, der Wettbewerb brutaler. Politik, Polizei haben viele negative Vorstellungen überboten. Das empfinde ich als atemberaubend bizarr.

    Ihre Mitarbeiter im Film heißen wie früher Schremser und Schrammel, werden aber von jungen Schauspielern verkörpert. Älter geworden sind nur Sie. Wird das kommentiert?

    RESETARITS: Es wird genauso wenig erklärt wie seinerzeit die Tatsache, dass ich ja nach Franz Buchrieser und Peter Vogel Kottan Nummer drei war, aber mit Bibiana Zeller dieselbe Ehefrau hatte. Das wurde einfach akzeptiert. Nein, es gibt nicht einmal in Nebensätzen Kommentare, das wäre Zeitvergeudung.

    Die TV-Serie hatte es anfangs nicht leicht. Es gab viele Gegner, unter anderem aus Polizeikreisen. Wie waren Ihre Erfahrungen?

    RESETARITS: Die höheren Ränge haben nicht unbedingt ihre Sympathie ausgedrückt. Je niedriger der Rang, umso öfter hörte ich: "Die Wirklichkeit ist ärger, Sie müssten einmal zu uns aufs Wachzimmer kommen." Streifenpolizisten haben mir Anekdoten erzählt, also, die hätten wir in der Serie nie zeigen können. Die höheren Ränge generell: Ich glaube, es war oft so wie bei Leuten, die sich Pornofilme anschauen. Sie haben sich den "Kottan" im Kammerl gegeben, und er hat ihnen insgeheim gefallen.

    INTERVIEW: LUIGI HEINRICH

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