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Zuletzt aktualisiert: 30.04.2010 um 20:59 UhrKommentare

"Mr. Bean" tritt letzte Reise an

Rowan Atkinson düst als trotteliger Brite "Mr. Bean" an die Cote d'Azur.

Wenig Text, viel Erfolg: Atkinson als "Mr. Bean"

Foto © APAWenig Text, viel Erfolg: Atkinson als "Mr. Bean"

Gutes Timing gepaart mit Wetter(un)glück - die Free-TV-Premiere von "Mr. Bean macht Ferien" am Sonntag dürfte auf hohe Zuseherresonanz stoßen: Erstens naht die Urlaubszeit, zweitens verschlägt es Publikumsliebling Rowan Atkinson zu den Filmfestspielen nach Cannes (die heuer am 12. Mai beginnen) und drittens sollen morgen teils dicke Regenwolken über Südösterreich hängen.

Nachdem Bean sein erstes Kinoabenteuer 1997 nach Los Angeles führte, geht es diesmal nach Frankreich. Gewonnen hat der schräge Brite die Reise bei der Lotterie seiner Kirchengemeinde. Auf seinem Trip an die Cote d'Azur gerät er natürlich von einer Peinlichkeit in die nächste, verliert sämtliche Dokumente, kämpft mit Meeresfrüchten, verfolgt ein Huhn und stolpert in einen Filmdreh. Der Höhepunkt folgt in Cannes, als Beans Privatvideo versehentlich für die Goldene Palme nominiert wird. Dank der Organisatoren des Festivals war es Regisseur Mel Smith 2006 übrigens zum ersten Mal gestattet, während einer Gala auf dem roten Teppich zu filmen.

Die Aneinanderreihung der Sketches und Gags klappt wunderbar - der Film ist kurzweilig, abwechslungsreich und kindgerecht. Bean-Fans erleben zwar keine Überraschungen und manche Szenen kennt man aus der Serie (1989 - 1995). Atkinson läuft als wild gestikulierender Pantomime aber wieder zu komödiantischer Höchstform auf.

Lange Reise, wenig Meer

Bei der Idee zu "Bean macht Ferien" war den Machern klar, dass Vergleiche zu Jacques Tatis Komödie "Die Ferien des Monsieur Hulot" nicht ausbleiben werden. Nur reiste Hulot 1953 fünf Minuten, um 1,5 Stunden am Strand zu liegen. Bei Bean ist es umgekehrt. Zu sagen hat Atkinson in seinen Ferien übrigens wenig: Seine Französischkenntnisse beschränken sich auf "Oui", "Non" und - sehr seltsam - "Gracias".

Für den 55-Jährigen ist das Kapitel "Bean" inzwischen beendet. Obwohl er es genossen hat, so wenig Text zu haben, "dass man während des Drehs nicht wie andere Schauspieler abends ewig seine Zeilen auswendig lernen muss". Dafür kommt 2011 eine Fortsetzung von "Johnny English" in die Kinos.

CHRISTOPH STEINER

Fakten

Rowan Atkinson: Geboren am 6. 1. 1955 in Consett, im Nordosten Englands

Anfänge: Auf 27 Folgen "Blackadder" (u. a. mit Hugh Laurie) in den 80er-Jahren folgte Mr. Bean.

"Kino-Bean": Die zwei Filme spielten 370 Millionen Euro ein.

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