Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
19. Juni 2013 12:59 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
 
"Die Kunst muss aus dem Feuer kommen" Porträtdoku "Schlagerstar" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kino & Filme Nächster Artikel "Die Kunst muss aus dem Feuer kommen" Porträtdoku "Schlagerstar"
Zuletzt aktualisiert: 16.12.2009 um 10:32 UhrKommentare

"Tropa De Elite": Brasilianischer Berlinale-Sieger kommt ins Kino

Der umstrittene Film über eine Spezial-Einheit der Militärpolizei in Rio de Janeiro startet am 18. Dezember in Österreich.

Foto © Senator Film

Der brasilianische Polizei-Thriller "Tropa De Elite" hat schon bei der Berlinale 2008 den Goldenen Bären gewonnen, erst jetzt kommt er in die österreichischen Kinos. Regisseur Jose Padilha prangert darin mit drastischen Mitteln staatliche Gewalt und Korruption an. Wegen der Folterszenen war Padilhas Spielfilmdebüt über eine Spezial-Einheit der Militärpolizei in Rio de Janeiro umstritten. Sie kämpft auch mit illegalen Mitteln gegen die brutale Drogenmafia in den Elendsvierteln.

Ehrlichkeit provoziert Gewalt

Der Polizei-Apparat wird als durch und durch korrupt gezeigt, viele Beamte sind selbst Opfer. "Was im Film zu sehen ist, entspricht der Wirklichkeit, ist Alltag in Brasilien", sagte Padilha bei den Filmfestspielen. "Es ist extrem schwierig, in der Polizei ehrlich zu sein. Die Situation ist so verdorben, dass Ehrlichkeit Gewalt provoziert." Der Film ist mit wuchtiger, treibender Hip-Hop-Musik unterlegt.

Durch seinen mitleidslosen, schockierenden Blick auf die Realität zieht er den Zuschauer in den Bann. Die furios geführte Kamera schaut bei den fast dokumentarischen Szenen nie weg. Hauptfigur ist ein an seiner Arbeit zweifelnder Polizei-Kommandant, der dem Teufelskreis aus Bestechung, Gewalt und Mord entkommen will. Schon vor dem Kinostart von "Tropa De Elite" ("Elite Squad") sollen in Brasilien rund 12 Millionen Menschen den Film als illegal auf DVD gebrannte Raubkopie gesehen haben.

Sowohl in seiner Heimat Brasilien als auch auf der Berlinale sorgte der Film für kontroverse Diskussionen. Gedreht wurde an Originalschauplätzen. Dabei geriet das Filmteam auch selbst in Gefahr. Der im Jahr 1997 spielende Film zeigt, wie Mitglieder der Elite-Truppe Batalhao de Operacoes Policiais Especiais (BOPE) Verdächtige foltern. BOPE-Polizisten wollten den Film deshalb verbieten lassen, wie Padilha berichtete.

Kritiker warfen dem Regisseur wegen der ausufernden Gewaltszenen faschistoide Tendenzen vor. "Mein Film zeigt, wie es zu der extremen Gewalt kommt. Er zeigt es, um es zu kritisieren. Wir verherrlichen nichts", sagte Padilha beim Filmfestival. "Wenn du dich in Rio entscheidest, dich nicht bestechen zu lassen, entscheidest du dich für den Krieg. Wenn die Dealer wissen, dass du keine Abmachungen mit ihnen triffst, schießen sie auf dich. Und du bekommst Ärger mit korrupten Polizisten."


Das war Cannes 2013

Foto: APA

Der intime Film "La vie d'Adèle" über eine lesbische Liebe hat beim Festival von Cannes 2013 die Goldene Palme gewonnen.

Schillernde Oscar-Nacht

APA

Oscarreife Vorstellung: Mit Michael Haneke und Christoph Waltz wurden auch zwei Österreicher mit den begehrten Preisen ausgezeichnet. Ein multimedialer Rückblick auf eine glamouröse Nacht!

KLEINE.tv



Fotoserien

Kate Winslet im Porträt 

Kate Winslet im Porträt

 

Newsletter

Neues auf unseren Seiten, Nachrichten und Events per E-Mail!

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang