Bei Vergabe der ersten Preise in Cannes auch Österreicher ausgezeichnet
Tizza Covi und Rainer Frimmel bei "Quinzaine des réalisateurs" für "La Pivellina" mit "Label Europa Cinemas" geehrt

Foto © APATizza Covi und Rainer Frimmel
Im Rahmen der 62. Filmfestspiele in Cannes wurden in Parallelreihen die ersten Auszeichnungen vergeben. Eine davon geht auch nach Österreich: Die Filmemacher Tizza Covi und Rainer Frimmel erhielten in der "Quinzaine des réalisateurs" für ihren Film "La Pivellina" den Preis "Europa Cinemas Label". Der bei den Festivals Cannes, Venedig, Berlin und Karlsbad vergebene Preis unterstützt Kinobetreiber, die diesen Film über längere Zeit im Programm führen. Im Vorjahr war Götz Spielmanns "Revanche" in Berlin mit diesem Preis ausgezeichnet worden.
"La Pivellina" ist der erste Langspielfilm von Covi und Frimmel und erzählt mit Hilfe von Laiendarstellern die Geschichte eines kleinen Mädchens, das von seiner Mutter in der Peripherie Roms ausgesetzt wird. Die Kleine wird von einer Schaustellerin aufgenommen und findet im Mikrokosmos einer Wohnwagensiedlung für unbestimmte Zeit ein neues Hause.
"J'ai tué ma mère. In der "Quinzaine des réalisateurs" erhielt der Kanadier Xavier Dolan gleich drei Preise für seinen Film "J'ai tué ma mère". Er erhielt den Art Cinema Award der Jury der Programmmacher des Independent-Kinos, den Preis der SACD (Société des auteurs et compositeurs dramatiques) und den zum siebenten Mal vergebenen Preis "Regards Jeunes 2009". Eine spezielle Erwähnung erhielt der Film "La Merditude des Choses" des Belgiers Félix van Groeningen. In der Kategorie französischer Kurzfilm ging der Preis des SFR an "Montparnasse" von Mikhael Hers.
"Adieu Gary". Den mit 5.000 Euro dotierten Großen Preis der "Semaine internationale de la critique", der ältesten Parallelschiene in Cannes, die Erstlings- und Zweitfilmen gewidmet ist, erhielt am Freitag "Adieu Gary", der erste Langfilm des Franzosen Nassim Amaouche.
"Cinéfondation". Die Preise der "Cinéfondation" wurden am Samstag, vergeben: Den ersten Preis erhielt die Tschechin Zuzana Kirchnerova-Spidlova für "Baba" (15.000 Euro) vor "Goodbye" des Chinesen Song Fang (11.250 Euro) sowie ex aequo "Diploma" des israelischen Filmemachers Yaelle Kayam und "Don't step out of the house" des Koreaners Jo Sung-hee (7.500 Euro). Am Sonntagabend wird der Hauptpreis verliehen.














