"Easy Rider"-Legende Peter Fonda wird 70
Durch den Film "Easy Rider", der das Lebensgefühl der späten 60er Jahre wie kaum ein anderer einfing, erlangte der Schauspieler und Regisseur über Nacht internationale Berühmtheit.

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In dem Psycho-Western "Todeszug nach Yuma"
(2007) glänzte Peter Fonda an der Seite von Christian Bale und
Russell Crowe als gewiefter Kopfgeldjäger. In der Marvel-Comic-
Verfilmung "Ghost Rider" machte er in der Rolle des Mephistopheles
dem Motorrad-Stuntfahrer Johnny (Nicolas Cage) das Leben zur Hölle.
Doch Fonda, der am 23. Februar seinen 70. Geburtstag
feiert, ist den meisten Kinogängern mit einer Rolle in Erinnerung,
die 40 Jahre zurückliegt: 1969 wurde er als Motorradfreak "Captain
America" in dem Kult-Streifen "Easy Rider" zum Idol der
Hippie-Bewegung und zum Helden des Neuen Hollywoods.
Geniestreich der 60er Jahre. Der Film mit Fonda, Dennis Hopper und Jack Nicholson war ein
Geniestreich, das erste große Road Movie der Kinogeschichte, eine
begeistert gefeierte Rebellion gegen das konservative
Mittelstandsamerika. Peter, der Sohn des großen Henry Fonda
(1905-1982), der kleine Bruder der berühmten Jane Fonda und Vater der
Schauspielerin Bridget Fonda, wurde dank "Easy Rider" zum Weltstar.
Fonda produzierte den Film, schrieb zusammen mit Hopper das Drehbuch,
der auch Regie führte und den zweiten Harley-Fahrer spielte.
Gemeinsam ziehen die Motorradrocker auf ihren Heißen Öfen im
Drogenrausch durch die USA.
Erfolgsrausch. Als Produzent wurde Fonda plötzlich zum Multimillionär, als
Drehbuchautor erhielt er eine Oscar-Nominierung. Mit 30 Jahren
kostete er den Erfolg aus, feierte Partys mit den Beatles, den
Rolling Stones und den wilden Doors. John Lennon setzte ihm damals
ein musikalisches Denkmal. "Mann, oh Mann, ich weiß, wie es ist, tot
zu sein", hatte Peter Fonda dem Beatle bei einer LSD-Party immer
wieder ins Ohr gesäuselt. Lennon schrieb für den Schauspieler und
Regisseur die Acidrausch-Hymne "She Said, She Said".
Regie-Arbeiten. Als Regisseur machte sich Fonda mit Streifen wie "Der weite Ritt"
(1970) und dem Science-Fiction-Film "Expedition in die Zukunft"
(1973) einen Namen, aber bis zum Schauspieler-Comeback vergingen
Jahrzehnte. 1997 bescheinigte ihm die amerikanische Kritik
schließlich, mit der Charakterrolle eines eigenbrötlerischen
Bienenzüchters mit Sinn für Ehre und Aufrichtigkeit in "Ulee's Gold"
das große künstlerische Erbe seines 1982 gestorbenen Vaters
angetreten zu haben. Fonda erhielt dafür einen Golden Globe.
Oscar-Nominierung. "Ulee's Gold" brachte Fonda eine weitere Oscar-Nominierung ein.
Doch die Trophäe schnappte ihm ausgerechnet Jack Nicholson mit der
Hauptrolle in "Besser geht's nicht" weg. Die Rolle des stoischen,
reservierten Bienenzüchters und Familienoberhauptes hatte enge
Verbindung zu seinem eigenen Vater, der privat als kalt und unnahbar
galt. Der Freitod von Henry Fondas Ehefrau Frances Seymour Brokaw im
Jahr 1950 überschattete die Beziehung zu seinen beiden Kindern Peter
und Jane. "Mein Vater konnte seine Gefühle nicht zeigen. Das war für
uns Kinder sehr hart, aber ich habe ihm verziehen, denn er hat sein
Bestes versucht", lenkte Jane Fonda später ein.
Aussöhnung. Auch Peter Fonda hat sich offenbar mit dem Vater ausgesöhnt. Als
er 2003 auf dem "Hollywood Walk of Fame" mit einem Stern geehrt
wurde, den auch schon Henry Fonda auf dem berühmten Bürgersteig
erhalten hatte, freute sich der Schauspieler, es sei großartig, nun
seinem Vater Gesellschaft zu leisten.
Features
Fakten
Der am 23. Februar 1939 geborene Hollywood-Star entstammt einer großen Schauspielerdynastie. Vater Henry war in Hollywood bereits eine Legende, als der Sohn in den 60er Jahren ins Filmgeschäft eintrat. Seine Schwester Jane ist ebenfalls eine berühmte Schauspielerin. Seine Tochter Bridget war vor allem Anfang der 90er Jahre als Darstellerin in diversen Filmen erfolgreich.












