Sean Penn ist "Milk"
Der große Independent-Regisseur Gus van Sant hat den Spielfilm "Milk" inszeniert.

Foto © Constantin FilmSean Penn bei der Angelobung
Es ist eine Figur, die auch nach mehr als 30 Jahren noch bewegt: Harvey Milk, schwuler Bürgerrechtler im San Francisco der 70er Jahre. Der große Independent-Regisseur Gus van Sant hat den Spielfilm "Milk" inszeniert. Gute Recherche und Starbesetzung haben sich hier ausgezahlt.
Kampf für die Bürgerrechte. Leichte Themen lässt der Träger der Goldenen Palme ("Elephant") Van Sant bei seinen Filmen eher aus. Der 1952 in Kentucky geborene Filmemacher hat sich für seinen neuen Film "Milk" dem Bürgerrechtler Harvey Milk gewidmet. Quer durch alle Bevölkerungsschichten war der Stadtrat von San Francisco in den 70er Jahren zum Inbegriff eines mutigen Kampfes für Bürgerrechte und für eine Akzeptanz der Homosexuellen in Amerika geworden. Bei seinem Engagement und den Demonstrationen gegen Diskriminierung setzte er sich stets für die Benachteiligten ein.
Acht Oscar-Nominierungen. Bei den diesjährigen Oscars ist Van Sants Spielfilm mit historischem Background achtfach nominiert, darunter Sean Penn als bester männlicher Hauptdarsteller, Josh Brolin als bester Nebendarsteller und Van Sant für beste Regie und besten Film. Der Regisseur hat genau recherchiert, die Zeit, das damalige Misstrauen und Harvey Milk werden richtiggehend lebendig. Sean Penn, der Mann mit dem wohl markantesten und ausdrucksstärksten Gesicht des gegenwärtigen Kinos, zieht den Zuseher intensiv in das Geschehen. Aber auch sein zeitweiliger Lebensgefährte im Film, gespielt von Diego Luna, oder Stadtratkollege Dan White (Josh Brolin), der ihn schließlich ermordet, sind top besetzt.
Typische Bildsprache. Die Bildsprache ist wieder typisch Gus Van Sant. Zudem gilt der Filmemacher, der neben Musikvideos auch Filme wie "Last Days" und "Paranoid Park" gedreht hat, als Spezialist für Filme über unangepasste Jugendliche und Erwachsene. Auch hier steht im Zentrum wieder ein Thema, das dem US-Regisseur liegt.
Filmstart am 20. Februar. "Milk" dokumentiert das politische Klima und die Homophobie, die 1978 auch zur Ermordung von Harvey Milk führten, ähnlich genau wie Robert Epsteins Dokumentarfilm "The Times of Harvey Milk" aus dem Jahr 1984. Gus Van Sants neuer Film startet in Österreich schon am 20. Februar.














