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Zuletzt aktualisiert: 05.02.2009 um 13:25 UhrKommentare

Katholiken starten Feldzug gegen US-Film "Religulous"

Werbeplakate des umstrittenen Streifens von "Borat"-Regisseur Larry Charles wurden entfernt und beschmiert.

Die Macher des Films: Bill Maher (li) and Larry Charles (re)

Foto © ReutersDie Macher des Films: Bill Maher (li) and Larry Charles (re)

Ultraorthodoxe katholische Verbände haben in Italien einen Feldzug gegen den US-Film "Religulous" von "Borat"-Regisseur Larry Charles begonnen. Die Werbeplakate des stark religionskritischen Films wurden zum Teil weggerissen oder mit dem Slogan "Kein Atheismus" beschmiert. Der Streifen kommt kommende Woche in die italienische Kinos. Starttermin für Österreich ist der 2. April.

Affen mit Kirchen-Symbolen. Auf dem Werbeplakat des Films sind drei Affen mit den Symbolen der drei monotheistischen Religionen zu sehen. Der Streifen mit dem populären US-Komiker Bill Maher, der in seiner Heimat mit der TV-Show "Politically Incorrect" bekannt geworden ist, vertritt die Überzeugung, dass alle Probleme der Welt von der Religion abhängen. Regisseur Charles drehte eine Art Dokumentarfilm, um zu beweisen, dass Religion eine psychische Krankheit, eine obsessive-kompulsive Störung ist.

Dokumentarfilm. "Ich wollte einen lustigen Dokumentarfilm machen. Es gibt nichts lächerlicheres als die alten mythologischen Geschichten, die heute noch in Form der Religion überleben. Dieser Film ist extrem lustig, es sei denn, man ist religiös, in diesem Fall könnte man diesen Film nicht schätzen", erklärte Maher.

Proteste in Italien. Regisseur Larry Charles ließ sich von den Protesten in Italien nicht beeindrucken. "Ich danke den Nachfolgern der Inquisition für ihre Werbung für den Film", sagte Charles. Der Präsident des Verbands der italienischen Atheisten, Raffaele Carcano, erklärte sich empört. "Die Kampagne der Ultra-Katholiken ist eine schwerwiegende Verletzung der Meinungsfreiheit. Es scheint normal, dass man nicht von Atheismus sprechen darf, weil man nicht mit der katholischen Kirche in Konkurrenz treten darf, die immer mehr an Konsens verliert", sagte Carcano.


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