Mehr als nur ein Sex-Symbol - Filmdiva Catherine Deneuve wird 65
Am 22. Oktober feiert die "Unnahbare" ihren 65. Geburtstag.

Foto © ReutersCatherine Deneuve
Schönheit kann auch ein Fluch sein. Bei Catherine
Deneuve jedoch ist Schönheit auch eine Form von Intelligenz. In mehr
als 45 Jahren Karriere hat sich die Grande Dame des französischen
Kinos ein Image aufgebaut, dass sie zwar zum "ewig Weiblichen" werden
ließ, erotisch und unwiderstehlich, jedoch unberührbar. So wie die
marmorne Statue der französischen Nationalfigur "Marianne", die 1985
ihr ebenmäßiges Gesicht bekam. Diese anziehende Unnahbarkeit hat die
größten Filmemacher zu Meisterwerken des Weltkinos inspiriert.
Inspirierende Deneuve. "Indochine" von Régis Wargnier und "Die letzte Metro" von Francois
Truffaut zogen Millionen Kinozuschauer in den Bann. Immer wieder
inspiriert "die Deneueve", die am 22. Oktober 65
Jahre alt wird, Meisterregisseure wie Lars von Trier, Leos Carax,
Raoul Ruiz, Manoel de Oliveira und Francois Ozon zu großen Filmen.
Förmlich und reserviert. Was sich hinter ihrem makellosen Antlitz verbirgt, bleibt ihr
Geheimnis. In Interviews gibt sich der Leinwandstar förmlich und
reserviert und selbst in ihren 2005 in Deutschland erschienenen
Tagebüchern "Im Schatten meiner Selbst" erfährt der Leser nur wenig
über ihr eigentliches Wesen. Das Buch besteht aus Erinnerungen an
einige ihrer Dreharbeiten. Sie beschreibt ohne Allüren die Freuden
und Leiden ihres Metiers: die einzelnen Rollen, die
Arbeitsbedingungen, die Drehorte, Begegnungen, Schlaflosigkeit und
Erschöpfung.
"Ich verstecke mich", sagte sie auf dem Festival in Cannes vor
wenigen Jahren, wo die Schauspielerin zu den Stammgästen zählt.
Gleich mit zwei Filmen war sie dieses Jahr wieder dabei: In der
Familiengeschichte "Un Conte de Noel" von Arnaud Desplechin (in
wenigen Tagen auch bei der Viennale zu sehen) und in "Je veux voir"
von Joanna Hadjithomas und Khalil Joreige, einer Produktion über die
Auswirkungen des Krieges im Libanon.












