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Zuletzt aktualisiert: 30.09.2008 um 11:27 UhrKommentare

Burn After Reading

Die Brüder Joel und Ethan Coen drehten die skurril-satirische Komödie "Burn After Reading" und geizten nicht mit Stars.

George Clooney als Womanizer Harry Pfarrer

Foto © Tobis FilmGeorge Clooney als Womanizer Harry Pfarrer

Nach dem mehrfachen Oscar-Triumph von "No Country For Old Men" melden sich die Brüder Joel und Ethan Coen mit der skurril-satirischen Komödie "Burn After Reading" zurück. Hauptdarsteller sind unter anderem die Hollywood-Stars George Clooney, John Malkovich, Tilda Swinton und Brad Pitt. Die Coen-Brüder haben nicht nur das Drehbuch geschrieben und Regie geführt, sondern den Film auch selbst produziert.

Lustspiel in mehreren Akten. Für ihr neuestes Werk haben sich die Oscar-Gewinner den Angaben zufolge von dem gleichnamigen Roman des früheren CIA-Chefs Admiral Stansfield Turner inspirieren lassen. Osbourne "Ozzy" Cox (John Malkovich) ist außer sich: frisch entlassen will der ehemalige CIA-Balkanexperte nun die Zeit nutzen, um ein Enthüllungsbuch zu schreiben. Seine Frau Katie (Tilda Swinton) will sich von ihm scheiden lassen, da sie schon lange ein Verhältnis mit Harry (George Clooney) hat. Katie brennt die ersten Kapitel als Erpressungsmaterial auf eine CD. Die landet versehentlich in den Händen von den Fitnesstrainern Linda und Chad (gespielt von Frances McDormand und Brad Pitt), die damit das große Geld wittern. Linda will sich unbedingt eine Schönheits-OP davon finanzieren. So beginnt ein Lustspiel in mehreren Akten.

Dümmlich-fröhlicher Muskeltyp. Brad Pitt ähnelt in dem Film optisch mit seiner Bürstenfrisur sehr stark an Jason Priestley aus der amerikanischen Erfolgsserie der 90er-Jahre-Serie "Beverly Hills 90210". Der US-Superstar überzeugt als dümmlich-fröhlicher Muskeltyp, der als wohl höflichste Erpresser seit langem durchgeht. Als die beiden Trainer bei "Ozzy" anrufen, ist es viel mehr Chad, der Ozzys Wutausbrüchen verzweifelt lauschen muss, als dass seine stotternden Einschüchterungsversuche funktionieren. Und es macht Spaß, den Hollywood-Beau auch wieder einmal auf der Leinwand zu sehen - man vergisst beinahe, dass er der Bilderbuchvater von Angelina Jolies Kindern ist.

Staraufmarsch. Ein bisschen gibt einem der Film das Gefühl, dass hier nach einem Stoff gesucht wurde, um alle Beteiligten in einen Film zu bekommen: Pitts Freund George Clooney ist charmant wie immer, John Malkovich als ewiggrantelnder Ehemann, Tilda Swinton als eiskalte Ehefrau und Frances McDormand als Frau in der Midlife-Crisis - alle fügen sich zu einem stimmigen Bild auf der Leinwand zusammen. Bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig wurde er von Kritik und Publikum sehr wohlwollend aufgenommen.


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