Daddy ohne Plan
Dwayne "The Rock" Johnson muss ganz überraschend seinen Vaterpflichten nachkommen und eine Achtjährige versorgen.

Foto © Buena VistaDwayne 'The Rock' Johnson und Lockenkopf Madison Pettis
Der Football-Star Joe Kingman hat eigentlich alles,
was er will. Eine Spitzenkarriere, die Liebe seiner Fans, eine Menge
Frauen, die ihn umschwärmen und ein High-Tech-Appartement, das alle
Stückerln spielt. Als ihm eines morgens dann ein "süßes Mädchen"
angekündigt wird, stellt er sich wieder auf einen guten Tag ein. Doch
die Besucherin entpuppt sich als Achtjährige mit Lockenkopf und
Kulleraugen, die ihm dann auch noch zu verstehen gibt, dass sie seine
Tochter ist. Kingman ist verzweifelt: Was soll er denn mit der
unbekannten Kleinen anfangen, wo er sich doch eigentlich ganz auf das
nächste Spiel konzentrieren müsste?
Starker Mann trifft Kind und ist auf einmal gar nicht mehr so
stark: ein Rezept, das allerspätestens seit dem
Arnold-Schwarzenegger-Streifen "Kindergarten Cop" fest im Repertoire
der Hollywood-Familienunterhaltung verankert ist. "Daddy ohne Plan"
(The Game Plan), der am 27. März in Österreich startet, nimmt
sämtliche Versatzstücke dieses Genres auf und wickelt sie ohne
jegliche Überraschungen ab. Das Drehbuch tänzelt zudem mit
traumwandlerischer Sicherheit über alle in der Handlung auftauchenden
ernsthaften Themen hinweg und kulminiert natürlich in dem
genreüblichen Finale "Ich hab Dich lieb, Daddy - Ich Dich auch".
Sehr gute Darsteller. Was dem Film immerhin etwas eigenes Profil gibt, sind die
Darsteller. Der ehemalige Wrestling-Star Dwayne "The Rock" Johnson
("The Scorpion King") hat sichtlich Spaß in der Rolle des harten und
von sich eingenommenen Machos, der seine weichen Seiten entdeckt, und
gibt dem Part den notwendigen Schuss Selbstironie. Die kleine Madison
Pettis schaut nicht nur entzückend aus, sondern spielt das naseweise
und zuweilen altkluge Kind überzeugend, ohne dabei nervig zu werden.
Kyra Sedgwick als Kingmans stahlharte Agentin Stella legt wiederum
ihre Rolle ganz im Stil der bösen Königinnen aus den klassischen
Disney-Zeichentrickfilmen an - passend zur Produktionsfirma des
Films.
Familienfilm. Alles in allem: Unaufregende Familienunterhaltung, die aber von
den Schauspielern überzeugend getragen wird. Wenn einem die
Schmalspur-Lebensweisheiten, die in dieser Art von Film wohl nie
fehlen dürfen, nichts ausmachen, und man keine Originalität erwartet,
dann kann man ihn sich mit den Kindern an einem verregneten
Sonntagnachmittag ruhig anschauen.
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