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Zuletzt aktualisiert: 19.01.2008 um 04:20 Uhr

Vorhang auf, Vorhang zu

Neuer Akt im Theater um die Mittelbühne in Klagenfurt: 2008 endet das Provisorium im "Artecielo" und die Standortsuche beginnt erneut.

Klagenfurt bekommt eine, bekommt sie nicht, bekommt eine, bekommt sie nicht . . . - Wie das Abzupfen von Gänseblümchenblättern beschäftigt die Mittelbühne seit Jahren Landes- und Stadtpolitik sowie Kulturschaffende. Mit einem Unterschied - Ende ist keines in Sicht. Vielmehr beginnt das Spiel stets von vorne, wie jetzt, da das 2005 mit Mühe geschaffene Provisorium im "Artecielo" mit dem Mietvertrag Ende des Jahres ausläuft.

Notquartier. So begibt sich das "klagenfurter ensemble" (ke), das am Kurandtplatz ein Notquartier gefunden hat, mit politischer Unterstützung wieder einmal auf Herbergssuche. Kulturstadtrat Albert Gunzer arbeitet, wie er betont, "an einem Konzept". Recherchiert hat er jüngst in Linz beim Phönix-Theater. "Es spielt alle Stückeln", schwärmt der BZÖ-Politiker. Über das, was er von der Linzer Vorzeige-Mittelbühne abkupfern will, schweigt er sich allerdings beharrlich aus. Er lässt sich lediglich entlocken, welche Anforderungen er in Absprache mit "ke"-Chef Gerhard Lehner an den neuen Standort stellen will: "Ideal ist ein eigenes Gebäude. Das ,ke' braucht Räume zum Proben, fürs Umkleiden und für die Requisiten. Wichtig ist auch die Raumhöhe für die Beschallung, die im Artecielo zu gering ist."

Auf der Suche. Auf der Suche nach so einem Haus in zentraler Lage habe er einige Objekte ins Auge gefasst, könne aber noch nichts Konkretes sagen. Genauso wenig wie über die Finanzen, an die er erst mit dem fertigen Konzept denken will. Nur soviel steht für Gunzer fest: "Gebaut wird nichts. Das Gebäude soll zum Kaufen, oder Mieten sein. Am besten wär' ein Miet-Kauf." Was die Landeskulturabteilung von diesen Plänen hält, war trotz mehrerer Anfragen bis gestern nicht zu erfahren. Abteilungsleiterin Erika Napetschnig blieb unerreichbar.

Standort-Karussell. Während sich also das Standort-Karussell munter dreht, kann man ein Haus, das früher im Gespräch war, dieses Mal ausschließen: die Kammerlichtspiele. Diese mietet Gunzer mit Segen des Stadtsenats von Kinobetreiber Alfred Laas um monatlich 1800 Euro an und lässt sie für 60.000 Euro als Konzertbühne mit Schwerpunkt Jazz adaptieren.

BETTINA AUER

Standort-Karussell

Erste Versuch eine Mittel-
bühne zu installieren, unter-
nahm 2002 Stadtrat Walter Gassner. Er bemühte sich um den Ankauf der mittlerweile (illegal) abgerissenen Liegl-Garage.

Weitere Standorte

Weiters im Gespräch waren Sirius-Gelände, Kammer-
lichtspiele und Palais Fugger.

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