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Zuletzt aktualisiert: 03.08.2007 um 00:19 Uhr

"Jedermann" im Wohnzimmer

Junge Theatermacher "Vada" bieten dramatische Hausbesuche an.

Was, bitte, ist ein vadaistischer Hausbesuch? Wer jetzt mit fernöstlichen Mönchen rechnet, die mit ihren Ritualen hausieren gehen, liegt daneben. Denn hinter "Vada" stecken die zwei jungen Theatermacher Felix Strasser und Boris Randzio, die eine ungewöhnliche Dienstleistung anbieten: "Theater für den Herrgottswinkel".

Theater-Notruf. Bis 20. August wird auf Anfrage und unter höchst flexiblen Gagenforderungen - laut Homepage akzeptieren sie "auch Naturalien" - der Fernseher verhängt und der Raum zur Bühne umfunktioniert. Man hätte die Möglichkeit, sich "den Jedermann ins eigene Wohnzimmer" zu holen, sagt der 25-jährige Felix Strasser. Aufführen wollen sie bei den Hausbesuchen ihr Stück "Zitatnost - Ein Fußnotendrama", in dem verschiedene Versatzstücke, von der Weltliteratur bis hin zu Leserbriefen oder Kochrezepten zu einer raffinierten Collage verschnitten werden. Zitiert werden in dem Programm auf humorvolle Weise Klassiker wie Elias Canetti und Fjodor Dostojewski ebenso wie der bayrische Kabarettist Karl Valentin.

Das Ziel, so Strasser, sei es, den "Ausbruch aus dem Gefängnis des Theaterhauses" zu schaffen, sein Theater wende sich "direkt an das Volk". Der ehemalige Schauspiel-Student an der Klagenfurter Universität hat neben diversen Engagements im Inland auch ein Jahr in Moskau beim Konzept-Theater "Kirilla Ganina" gastiert. Sein gleichaltriger Compagnon Boris Randzio, ein gebürtiger Salzburger, war nach einer klassischen Tanzausbildung zuletzt im Ballett des Staatstheaters Braunschweig zu sehen.

Inszenierung. Wie man sich die Inszenierung des Kärntner Guerilla-Theaters vorstellen muss? Nur so viel verrät Strasser: Zu den Requisiten gehören "Beleuchtung in Echtzeit" und eine Stehleiter.

ALEX FANTA

Fakten

Theater für den Herrgottswinkel". Bis 20. August.
Kontakt: Felix Strasser, Tel. 0463/ 59 68 15 oder unter
E-Mail

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