Frühlingsduft tanzt zwischen Meer und Altstadt
Triest, die "Stadt des Kaffees", präsentiert sich im Frühling von einer äußerst faszinierenden Seite. Die historisch interessante Stadt überzeugt mit einem facettenreichen Angebot.

Foto © ROBERTO VICICTriest zeigt sich im Frühling von seiner schönsten Seite
FRÜHLINGSERWACHEN IN TRIEST. Endlich hat die Bora ihre Stärke eingebüßt und man kann sich, bei diesen angenehmen Frühlingstemperaturen, die Stadt gönnen: schöne Spaziergänge in der Altstadt und im ehemaligen Judengetto, wo man verschiedene Geschäfte und Antiquitätenläden findet und wo Bars und Restaurants zu einem "rebechin" einladen, dem typischen "Imbiss" der Einwohner dieser Stadt. Wenige Schritte weiter, erreicht man das Römische Theater und daneben steht die imposante Kirche von Santa Maria Maggiore: der ideale Ausgangspunkt für das Schloss von San Giusto, das man mit einem Spaziergang durch die schmalen, steilen Gassen erreicht.
KAFFEEKULTUR. Aber Triest ist ja auch die Stadt des Kaffees: die verschiedenen Arten um einen Espresso zu bestellen, muss man hier unbedingt kennen. So bestellt man einen "nero", wenn man einen einfachen, schwarzen Espresso trinken möchte. Der Espresso mit warmer Milch ist hier ein "capo"; derselbe Kaffee in einem kleinen Glas ist ein "capo in b"; der "gocciato" ist ein Espresso mit einem Tropfen kalter Milch und ... noch mehr können Sie bei einer entspannenden Kaffeepause auf der Piazza Unità d'Italia, mit Blick aufs Meer und von charmanten Palästen umgeben, entdecken.
Beim Pier gegenüber des Platzes kann man, mit einer Bootsfahrt auf dem Delfi no Verde, in kurzer Zeit die habsburgische Atmosphäre Triests hinter sich lassen und sich in den typisch venezianischen Charme von Muggia, das Fischerdorf direkt an der Grenze zu Slowenien, vertiefen. Vom schönen Hauptplatz, wo der Dom mit seiner venezianischen Fassade steht, erreicht man das Schloss, das 1374 errichtet wurde und heute die private Residenz und das Atelier des Bildhauers Villi Bossi ist. Vor der Rückfahrt in die Stadt, sollte man hier in Muggia unbedingt eine gute Fischplatte genießen, da der Fisch direkt von den ortsansässigen Fischern geliefert wird.
VIEL SEHENSWERTES. Wer sich dem Meer lieber zu Fuß nähert, kann problemlos mit einem Bus Barcola erreichen: die Promenade, die mit einem Kiefernwäldchen beginnt, das im Sommer den vielen Badegästen seinen Schatten spendet, führt bis zum Schloss Miramare. Von hier aus erreicht man, über eine Treppe, den Hafen von Grignano, von wo man mit einem anderen Bus wieder zurück in die Stadt gelangt.
SPORTLICHE ABWECHSLUNG. Aber auch für Sportbegeisterte gibt es in Triest verschiedene Möglichkeiten. Insbesondere auf dem Karst gibt es unzählige Wege, wo man sich dem bevorzugten Lieblingssport widmen kann. So erreicht man mit der "tram di Opicina", die letzte noch funktionierende Straßenbahn, mit der auch der Transport einiger Fahrräder möglich ist, die Napoleonica, eine vier Kilometer lange Promenade mit herrlichem Blick auf den Golf von Triest. Hier kann man spazieren gehen, Rad fahren, sich aber auch dem Climbing widmen. Ideal für alle genannten Sportarten ist auch das "Val Rosandra", das seit 1996 ein geschützter Naturpark ist. Das Tal ist ein wahres Paradies, mit unzähligen Wander-, Radwegen und Steinwänden für Profis und Freizeitsportler jeden Niveaus.








