Niedrigwasser in Venedig: Gondeln liegen auf Grund
Venedig, ansonsten von Hochwasser heimgesucht, erlebt derzeit ungewöhnlich tiefe Pegelstände. Gondeln stecken im Schlamm, auf kleineren Kanälen wurde der Verkehr eingestellt.

Foto © APAUngewöhnliche Wetterbedingungen lassen den Wasserstand seit Tagen stark sinken
Venezianer sind "Acqua alta" gewöhnt, das Winterhochwasser, das die Lagunenstadt regelmäßig zu Fuß nur mit hohen Gummistiefeln passierbar macht. Seit dem Wochenende herrscht dagegen Rekord-Ebbe:
Die Gondeln am Canale Grande gehen auf Grund. Mehrere Vaporetti-Linien mussten aus Wassermangel umgeleitet werden, da die weltberühmten Fähren der öffentlichen Verkehrsgesellschaft nicht einmal mehr in der Mitte einiger Kanäle genügend Tiefgang hatten.
Fundamente freigelegt.
Bei klirrender Kälte präsentiert sich die Adria-Perle von ihrer weniger schönen Seite. Das Niedrigwasser, etwa einen halben Meter unter dem Schnitt, legt die Fundamente der prächtigen Palazzi frei. Statt dunkelgrünem Wasser, das die Treppen in die Kanäle umspült, nur brauner Schlamm.
Gefährliches Hindernis.
Feuerwehrleute ziehen im Schlamm versinkende Motorboote an Land. Fähranleger werden wegen extremer Schieflage für die verbleibenden Vaporetti-Linien zu einem gefährlichen Hindernis. Die Venezianer blicken derweil auf ein ganzes Jahr ohne "Acqua alta" zurück. Am Mittwoch soll die Ebbe mit minus 75 Zentimetern einen neuen Rekord erreichen.








