Kärntner Faschingsgeneral hat seine Fahne wieder
Vermeintlicher Diebstahl entpuppte sich als Jux - Burschenschaft will Ratschläge in Sachen Brauchtumspflege.

Foto © JustReinhard Eberhart wurde Opfer eines Streiches
Kärntens "Faschingsgeneralintendant" Reinhard Eberhart kann wieder lachen. Rechtzeitig zu Beginn des närrischen Treibens im neuen Jahr wurde ihm seine vor zwei Wochen entwendete "Halli-Hallo-Fahne" zurückgegeben. Burschen aus der Umgebung hatten sich einen Jux gemacht und das vier Meter lange Stück in einer Nacht-und-Nebel-Aktion an sich gebracht. Am Stefanitag gaben sie ihre "Beute" zurück.
Sonderanfertigung. Die bunte Flagge weht neben jenen Österreichs, Kärntens, Villachs und der EU vor dem zu einem Museum umgebauten ehemaligen Pfarrhof von St. Ruprecht bei Villach, dem Wohnsitz Eberharts. Am Morgen des 13. Dezember war sie aber verschwunden und dem Faschingsgeneral - den Titel hat sich der gebürtige Klagenfurter vor vielen Jahren selbst verliehen - verging die gute Laune. Immerhin handelt es sich bei der Fahne um eine Sonderanfertigung, sozusagen um einen überdimensionalen Ausweis des obersten Faschingshüters Kärntens.
"Rache". Wie sich aber jetzt herausstellte, waren keine bösen Diebe, sondern einige Burschen aus der Nachbarschaft die Urheber des Ärgernisses. Sie wollten nach einem kräftigen Umtrunk gegen Mitternacht noch bei Eberhart "auf einen Schluck" vorbeischauen, doch ließ sich dieser in seiner Nachtruhe nicht stören. So kam man auf die Idee, sich mittels Fahnenraub "zu rächen".
Happy End. Am Mittwoch wurde schließlich das begehrte Stück anlässlich des traditionellen Stefanie-Rittes in Gratschach beim Kirchlein unter der Ruine Landskron feierlich zurückgegeben. Eberhart musste im Gegenzug versprechen, den Gratschachern Ratschläge in Sachen Brauchtumspflege zu geben und ein Fass Bier zu spenden. "Nichts lieber als das", so der glückliche Faschingsgeneral zur APA.











