23.000 Narren beim Villacher Faschingsumzug
Tausende Besucher tummeten sich am Samstag in Villach, um sich den größten Faschingsumzug des Landes nicht entgehen zu lassen. Die Kleine Zeitung hat von zahlreichen Narren Schnappschüsse eingefangen.

Foto © KLZ/Helmuth Weichselbraun
Erst fesselte das Abfahrtsrennen in Schladming die Kärntner vor den TV-Geräten, dann hielt sie die Kälte in den Häusern und Wohnungen - am Ende siegte aber doch die Lust am Fasching und trieb gestern 23.000 Besucher in die Villacher Innenstadt zum traditionellen Umzug.
"Wir sind sogar drei Tage lang hier - denn Karneval ist in Villach viel lustiger, als in Italien", erzählten Alessandra und Eleonora aus Verona. Eine fünfköpfige Gruppe von Jugendlichen aus Singapur war verblüfft über die Vielfalt der Masken - "bei unserem Chingay verkleiden sich nur die Teilnehmer des Umzugs und nicht die Besucher, vielleicht sollten wir das ändern", lachten die Fünf. Auch Yang Yonggang staunte. Der 47-jährige Chinese aus Peking nützte einen geschäftlichen Termin in Deutschland für einen Abstecher nach Villach: "Ich bin beeindruckt, hab bereits zwei Speicherkarten voll geknipst."
Gespaltene Reaktionen gab es auf die Auftritte diverser Politiker. Während es für Kurt Scheuch - verkleidet als Krokodil - vereinzelten Beifall und gleich viel Buh-Rufe gab, kritisierten viele Villacher das Vorgehen der SPÖ. "Erst sagen sie, sie wollen einen Politiker-freien Umzug, aber dann präsentiert sich die Landes-SPÖ mit Wahlsprüchen am T-Shirt auf der Tribüne", mokierten sich Passanten.
Getrübt wurde die Bilanz durch einen Zwischenfall: Eine Teilnehmerin des Umzugs fiel von einem Anhänger und brach sich den Oberschenkel.























