Nadja Gschaider und Marco Lämmerer regieren das Land
Nadja Gschaider und Marco Lämmerer sind das neue steirische Landesprinzenpaar. Und der Faschingsbeginn am 11. 11. ist gar keiner und die fünfte Jahreszeit dauert nur einen Tag.

Foto © Sonja Haider
Närrische Zeiten stehen Nadja Gschaider und Marco Lämmerer bevor. Da die beiden Obersteirer dem Knittelfelder Faschingsverein entstammen und die obersteirische Bezirkshauptstadt steirische Landes-Narrenhauptstadt ist, wurden sie zum Landesprinzenpaar der Faschingssaison 2011/12 auserkoren. Erst diese Woche lüftete Mario Krenn, steirischer Landespräsident des Bundes Österreichischer Faschingsgilden (BÖF) und Kanzler der Faschingsgilde Knittelfeld, das Geheimnis: "Ich wollte es eigentlich noch länger geheim halten", schmunzelt er.
Viele Termine
Nadja Gschaider und Marco Lämmerer werden in den kommenden Monaten permanent unterwegs sein. "Es gibt viele Termine und wir freuen uns schon sehr auf unsere Reise in die Narrenhochburg Köln", so Gschaider. Auch in der ganzen Steiermark werden die beiden Termine wie Faschingssitzungen wahrnehmen. "Es wird sicher sehr turbulent und auch sehr lustig", sagt Marco Lämmerer. Das närrische Paar ist auch im echten Leben miteinander verbandelt. Der Projektentwickler und die Sekretärin besteigen den Narrenthron erst Anfang Jänner in Graz. Bis dahin können sie sich noch etwas schonen.
Features
Das kleine Narren-Lexikon
Fasching. Der Begriff Fasching leitet sich vom "Fastenschank" her. Der Faschingsdienstag ist im Christentum ganz offiziell der letzte Tag vor der Fastenzeit, an dem Alkohol ausgeschenkt werden darf.
Faschingssitzung. Eigentlich nichts traditionell Österreichisches, sondern ein deutscher Brauch. Beim Sitzungskarneval unterhielt ein Rat aus elf Personen das Publikum. Strenge Regeln gibt es für die Veranstaltungen, zu denen ab dem Dreikönigstag geladen werden darf, heute nicht mehr.
Prinzenkappe. Die Kopfbedeckungen von Mitgliedern der steirischen Faschingsgilden haben sich während der französischen Besetzung eingebürgert. Die Form ist eine spöttische Nachahmung der militärischen Kopfbedeckungen.
Trommelweiber. Einer der "echten" steirischen Faschingsbräuche, der jedes Jahr in Aussee als Höhepunkt des närrischen Treibens gilt. Als Frauen verkleidete Männer - sie tragen Schlafgewänder, Spitzenhauben und Masken - ziehen mit Musikinstrumenten durch die Straßen und spielen den für sie komponierten Faschingsmarsch. Die Trommelweiber gelten als elitäre Runde, ein Fremder hat kaum Aussicht auf Aufnahme.










