So lustig war der Fasching
Eine tierische Prinzessin, ein vergesslicher Prinz, ein jubilierender Narr und ein ausgesperrter Bürgermeister.

Foto © KLZ / Weichselbraun
Als vergesslichster Faschingsprinz wird Peter Samselnig, hauptberuflich Gebietsleiter bei T-Mobile/tele.ring, in die Villacher Stadtgeschichte eingehen. Drei Mal wurden ihm die Kappe und mindestens sechs Mal das Zepter gestohlen, ein Mal die Prinzessin und dann verschwand während einer Sitzung (!) auch noch sein Thron von der Bühne. Den Stadtschlüssel hatte er, kaum von Bürgermeister Helmut Manzenreiter übernommen, knappe sieben Minuten, bevor auch dieser verschwunden war. "Macht nix. Es gibt ja Schlüsseldienste", lachte Moderator Manfred Tisal. Wie viel ihm das Auslösen der Utensilien gekostet hat, will Samselnig nicht verraten. Nur eines gibt er zu: "Ich bin froh, dass ich mich selber nie verloren habe."
Der Faschingsprinz hat "seine" Garde, die Prinzessin ihren Wachhund: Schäfer Rocco ist seit mittlerweile zwölf Jahren der treueste Begleiter von Christina-Maria Becker. "Er war im Fasching mein Fitnesstrainer", verrät die 24-Jährige. "In meiner spärlichen Freizeit bin ich immer mit ihm laufen gewesen." Sein 50-jähriges Faschingsjubiläum feierte Gernot Kalt. "Mit drahtgebundenen Mikrofonen habe ich damals in der Arbeiterkammer angefangen", erinnert er sich. Heute ist der gelernte Fernmeldetechniker als Senator der Faschingsgilde immer mit dabei.
Doch auch die jungen Narren feierten kräftig: auf der eigenen Bühne beim Kinderfasching in Kooperation mit der Kleinen Zeitung am Standesamtsplatz und Schabernack Harald Wieser. Gastgeber war die Volksbank, deren Firmenbetreuer Werner Plasounig als Direktor der Kärntner Sparkasse unterwegs war. "Per Du"-Wirt und SAU-Parteiobmann Franz Radinger verkaufte extra viel Saulimo. "Das Dopingmittel für die Fußball-WM in "Sauth Africa." Villacher Bier-Doping lieferten die Brauerei-Vorstände Josef Pacher und Clemens Aigner hingegen an alle Hauptplatz-Wirte in Form des eigens gebrauten Prinzenbiers.
"Es waren sehr viele Leute und trotzdem war es ausgesprochen ruhig", zeigten sich die Einsatzkräfte von Polizei, Rotem Kreuz und Feuerwehr bis Redaktionsschluss zufrieden.















