In Klagenfurt tagt das Stadtgerücht
Heiße Feger und nackte Tatsachen Von Adam bis Wahlkrampf: Das 38. Stadtgerücht zu Clagenfurth spart nichts aus, um ein wahres Pointenfeuerwerk mit viel Bla Bla zu zünden.

Foto © Helmuth WeichselbraunDas Stadtgerücht verspricht wieder viele Lacher
Eine Aufwärmphase brauchen die Stadtrichter zu Clagenfurth offensichtlich nicht. Schon bei der Vorpremiere des 38. Stadtgerüchts am Donnerstagabend zündeten sie im Verhandlungsreigen gekonnt das Pointenfeuerwerk. Neben der Politik wurden vor allem die Finanzwelt, der neue Nichtraucherschutz und die Villacher Narrenkollegen vom "Hohen Gerücht" aufs Korn genommen.
Hüftschwung.
Die "Putzfrauen" Reinhard Blaschitz und Wolfgang Winkelbauer fegten wieder mit kessem Hüftschwung über die Bühne. Mit Sagern wie "Der Unterschied zwischen Zirkus und Parlament ist, dass im Zirkus die Affen still sind" kassierten sie herzhafte Lacher. Schließlich sei man nicht beim Villacher Fasching, wo "500 Kartuschen Lachgas nötig sind, damit einmal einer lacht".
Strutzis und Stroh-Mandl.
In einer "Analysis" nahm Alfi Buchacher die Politik unter die Lupe. Er kam unter anderem zu dem Schluss: "Die Löwin von Klagenfurt, Maria-Luise Mathiaschitz, hat auch schon mal mehr Feinstaub aufgewirbelt, wenn auch nur gegen die eigenen Leute." Ausgespart blieben auch nicht die LKH-Umfärbeversuche der Strutzis und Stroh-Mandl.
Mission Lendkanal.
Ganz auf der pinken Welle schwebte hingegen die "Rosa-Oktober-Mannschaft" unter dem Kommando von Burggraf Otto Umlauft. Die U-Boot-Mission Lendkanal verlief nicht nur aufgrund der amourösen Verwicklungen der Männer untereinander turbulent, sondern auch aufgrund der Hindernisse. Doch kein Problem: "Jetzt sind wir echte Kärntner, jetzt sind wir auch bei der Seebühne eingefahren."
Wortspiele.
Aber: "Vergessen Sie, was Sie bis jetzt gesehen haben, es kommt noch schlimmer", versprach Peter Doboczky als "Marcel Reich-Randalizky". Und er hielt natürlich Wort. Gemeinsam mit Alfons Egger, der Hansi Hinterseer und Andrea Berg parodierte, setzte er die Lachmuskeln einem harten Training aus. Für viel Bewegung - zumindest auf der Bühne - sorgten auch die Nora Mackh-Tänzer und die Jungturner vom Klagenfurter Turnverein. Ein Wiedersehen gab es mit dem Herrn "Professor" (Umlauft), der - wie gewohnt - kein Wortspiel ausließ.
Verurteilung.
Wie schnell Wahlkampf in einer Diskussion der Bürgermeisterkandidaten zum Wahlkrampf werden kann, zeigten Willi Noll, Xandi Lutschounigg, Hubert Kramer, Günter Pinter und Hans Repnig. Doch alles Lachen half nichts, sie wurden als einzige vom "Stadtgerücht" verurteilt.











