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KONZERT/DIVERSES

Lichtgestalten

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Musik zu Licht in vielerlei Gestalt. Sommerkonzert des Vokalensemble Josquin des Prés aus Nürnberg unter Leitung von Wolfgang Weser. Orgel: Dorothea Weser.

Lichtgestalten
Musik zu Licht in vielerlei Gestalt

Unter diesem Titel stellt Ihnen das Vokalensemble Josquin des Prés aus Nürnberg ein Sommerkonzert am Ziel der diesjährigen Konzertreise vor.

Bis zu 20 hochmotivierte Sänger und Sängerinnen aus dem Fränkischen treffen sich unter der Leitung von Wolfgang Weser (Hof) zu Probenphasen im Frühjahr und im Herbst, um jahres- und kirchenzeitlich passende Programme zu erarbeiten. Nun aber Sommer! Gelegenheit, höchst unterschiedliche Werke vorzustellen, die um das Licht, um Wesen und Momente mit ihnen innewohnender Leuchtkraft kreisen. Aber auch das Verlöschen und Verglühen würdigen, das dem Strahlen meist folgt.

Morten Lauridsen (*1943) bricht den gregorianischen Choral des ubi caritas auf und entwickelt ein klangprächtiges, achtstimmiges Loblied auf das Licht der Nächstenliebe. Skandinavische Wurzeln verrät auch das Leuchten des Himmelreiches bei Edvard Grieg (*1843). Unserem Namenspatron Josquin des Prés (*ca. 1450), dem frankoflämischen Meister am Übergang des alten Stils zur Renaissance verdanken wir mit dem Tulerunt Dominum ein hinreißendes, ruhig und mächtig strömendes Werk um die Lichtgestalten am österlich geöffneten Grab. Dem „Engel des Herrn“ gewidmet ist das Angelus-Läuten, dem sich Clytus Gottwald in der Bearbeitung der Originals von Claude Debussy nähert. Ausschließlich Frauenstimmen erinnern sich an engelhaft verklärte Glockenklänge „nahen Künderinnen der Liebe“, die aber zuletzt den Tod beweinen und zum Todesglöcklein mutieren.

Die Strahlkraft des heiligen Geistes, das Leuchten der Be-Geisterung kann über die Jahrhunderte musikalisch sehr unterschiedliche Formen annehmen.

Der englische Komponist und Astronom John Dunstable (*ca. 1390) legt für seine Motette den Cantus firmus des Pfingstintroitus Veni sancte spiritus in die Bariton-Stimme. Trotz ähnlicher Technik – der Cantus firmus erklingt hier in Variationen in den Alt- und Tenostimmen – kommt Georg Grün (*1960) durch rhythmische Brechungen zu einem vollkommen anderen Ergebnis. Weltliche, metaphorische Aspekte des Leuchtens bilden den Abschluss unseres Konzertes. In Epitaph for moonlight vertont der Kanadier R. Murray Schafer (*1933) Phantasiewörter und Stimmungen, die mit dem Mond assoziiert werden und ein für seine Soundscape-Philosophie typisches Klanggemälde erschaffen.

Kontakt

Telefon: +43 316 82 96 84
E-Mail: pfarre@stadtpfarrkirche-graz.at
Internet: http://www.stadtpfarrkirche-graz.at
Internet: http://www.musik-stadtpfarre.com

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Vokalensemble Josquin des Près

Foto vergrößern Vokalensemble Josquin des Près Foto © KK

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