A matter of bad habits
Präsentation der TiK-Jugendgruppe "Kellerkinder".
In den letzten sechs Jahren gab es keinen Ort, den die Kellerkinder gemieden haben. Sie trieben sich auf Toiletten herum, in denen sie auf der Suche nach der ersten Liebe und verschwundenen Ohrringen waren (Dringende Bedürfnisse, 2006). Von früh bis spät untersuchten sie das Paarungsverhalten des Gemeinen Regenwurms (Total verbrückt, 2009) und sie verwandelten das Klassenzimmer in eine virtuelle Welt, in der Mafiosi und Ackerbauern ihr Unwesen trieben (status: like it, 2010). Zuletzt gingen sie sogar über ihre Grenzen hinaus … im wahrsten Sinne (Rausländer rein, 2011).
Dieses Mal geht es allerdings um - den Tick, die mehr oder weniger nette kleine Angewohnheit, die sich meist langsam, und anfangs unbemerkt, ins Leben schleicht, und wenn wir sie dann so richtig bemerken, ist sie schon zwanghaft. Nun gibt es die, die ihren Tick heimlich ausleben, die, die ihn gar nicht wahrhaben wollen, die, die mutig zu ihm stehen, und schließlich die, die jede Menge Spaß mit ihm haben. So zum Beispiel der vegetarische Würstlstand-Verkäufer mit Mutterkomplex, der Mülleimerwühler mit Liebeskummer, die Punkerin mit Aggressionsbewältigungsproblemen und nicht zuletzt das permanent suizidgefährdete Meerschweinchen Harald.
Die Kellerkinder beleuchten unter der Regie von Eva Weutz in ihrem neuen Stück „A matter of bad habits“, der Text ist wie immer von Patrick Schnalzer, diese „dunkle“ Seite des Menschen. Da prallen die unterschiedlichsten Gewohnheiten aufeinander, werden Phobien und Vorlieben miteinander verstrickt. Man darf sich ein bisschen selbst wiedererkennen in den Charakteren, die da auf der Bühne landen. Darf mitleben, mitfiebern und mitlachen, wenn eine geballte Ladung von „bad habits“ explodiert.
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