1395 Days without Red
Der Ausnahmezustand von Sarajevos Belagerung im Film.
1395 Days without Red handelt vom jugoslawischen Bürgerkrieg und der Belagerung der Stadt Sarajevo, die genau vor 20 Jahren begann und fast vier Jahre dauerte. Keine Stadt musste im 20. Jahrhundert je länger einer Belagerung standhalten und das tägliche Leben irgendwie weiterführen. Man machte es sich zur Gewohnheit, keine bunte Kleidung zu tragen, um nicht die Aufmerksamkeit der Scharfschützen zu erregen.
1395 Days without Red begann als gemeinsam konzipiertes Projekt von Šejla Kamerić und Anri Sala (in Zusammenarbeit mit Ari Benjamin Meyers und Liria Bégéja), mündete dann aber beim Schnitt in zwei Filme, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Sie geben einen Blick auf das künstlerische Schaffen der beiden wie auch auf ihre unterschiedliche Herkunft frei (Anri Sala stammt aus Albanien, lebt in Berlin; Šejla Kamerić kommt aus Sarajevo und hat die Belagerung und deren Folgen erlebt).
Die Auftaktveranstaltung findet am 15.05. im Kunsthaus Graz und im KIZ RoyalKino statt. Ab 18 Uhr wird Kamerićs Film im Space02 präsentiert, im Anschluss daran findet eine Diskussion mit der Künstlerin (engl.) statt. Um 21 Uhr ist Anri Salas Version im KIZ RoyalKino zu sehen.
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