Luft anhalten
Kammergroteske von Robert Bauer.
„Die Herrschaften halten so ungern die Luft an. Sie hätten mir einmal damit Gutes tun können, aber sie wollten es nicht.“
Schuldig? Nein, auf gar keinen Fall. Sie, ja. Und er. Sie sind selbst schuld. Beide. Aber trotzdem, der Reigen geht weiter, dreht sich seit fünf Jahren. Sie kommen. Alle. Und sie spielen mit, immer und immer wieder. Seit er ins Koma fiel, weil er sie zu wenig anhalten konnte, die Luft. Damals. Jetzt ist sie Witwe und will ein Ende. Sie will Gerechtigkeit, will Strafe. Niemand kommt aus, niemand. Alle sind Teil des Spiels. Oder werden es. Auch die Unbeteiligten. Denn ein Begräbnis lässt niemanden unbeteiligt. Nase zu! 22, 23, 24: Luft anhalten!
„Luft anhalten“ ist ein Stück über die Frage nach Schuld und Unschuld, Verantwortung und das Nicht-Entkommen-Können.
Robert Bauer, geboren 1972, Niederösterreicher
1996 Dramatikerstipendium für das Theaterstück Schwerkraft.
Luft anhalten - Kammergroteske von Robert Bauer
Regie: Petra Fasching, Peter Eisner
Witwe: Marianne Maget
Musikologe: Wolfgang Fasching
Studentin: Julia Krasser
Fabrikant: Stefan Eisner
Professorin: Silke Laposcha
Künstlerin: Elisabeth Heiligenbrunner
Kontakt
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