Oberuferer Weihnachtsspiele
Gespielt von Freunden und Lehrern der Waldorfschule Graz.
Die “Oberuferer Weihnachtsspiele” stammen aus einer jahrhundertealten Volkstradition; bis ins Mittelalter hinein lassen sich ihre Spuren verfolgen. Die Bauern der Bodenseegegend nahmen sie gegen Ende des 16. Jahrhundert mit sich, als sie vor den Wirren der Zeit flohen und in Westungarn eine neue Heimat fanden. Dort, auf der Donauinsel Schütt und vor allem in dem kleinen Dorf Oberufer wurden diese Spiele bis ins 19. Jahrhundert hinein gepflegt.
In der archaischen Sprache des einfachen Volkes und in wegen ihrer Schlichtheit berührenden Bildern wird das Geschehen des Sündenfalls und der Geburt Christi dargestellt. Das Lehrerkollegium der Freien Waldorfschule Graz, verstärkt durch Laiendarsteller aus dem Umkreis der Schule, wird, wie jedes Jahr vor Weihnachten, diese ursprünglichen Texte wieder zum Leben erwecken.
Gerade in der vorweihnachtlichen Hektik unserer Zeit bilden diese Spiele einen besinnlichen Ruhepol, unter Umständen auch für Menschen, die sich dem Sinn des Weihnachtsfestes entfremdet fühlen.
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