Der Grazer Tuntenball verzaubert
"Verwunschen und verzaubert": Unter diesem Motto verwandelte der 24. Tuntenball den Grazer Congress in eine Parallelwelt zum Staunen - und Bestauntwerden.
1 / 26
Es knipst, es blitzt, es staunt. Die besten Plätze zum Sehen und Gesehenwerden am Tuntenball im Grazer Congress waren schnell besetzt. Rund um die prachtvolle Feststiege hatte sich das schrille Publikum aufgebaut, um (auf)reizende Schneewittchen, gestiefelte Kater und Prinzessinnen in wallenden Kleidern eintreffen zu sehen.
Eine dieser Prinzessinnen heißt Robert und hält seine grünen Frösche an der kurzen goldenen Leine. "Wir sind zwar nicht die einzigen Froschkönige heute", gesteht Frosch Eva, "aber nur wir sind unserer Prinzessin so devot ergeben." Und erklärt, warum sie schon zum fünften Mal auf dem Ball ist: "Es ist das liberale Klima und die Kreativität, die in die Kostüme gesteckt wird." 30 Stunden Arbeit hat die Froschkönig-Runde in die Maske investiert - ganze zwei Monate waren es bei Margit und Christina. Margit, ihres Zeichens böser Wolf, hat ihr Rotkäppchen schon am letztjährigen Lifeball verloren und daher etwas Besonderes mitgebracht: das letzte Einhorn. "Sitzen ist nicht", schmunzelt die Einhörnige mit Blick auf ihr wohlgeformtes weißes Hinterteil.
Nicht unbedingt gemütlich mutet auch der Kopfschmuck des Schweizers Mike an - doch als Kronleuchter für "Die Schöne und das Biest" braucht es Erleuchtung rund ums Haupt. Das Quartett Biest, die Schöne, Leuchte und böse Hexe hat für die schrillste Ballnacht des Jahres vor allem eines vor: "Kostüme bewundern und die Atmosphäre genießen." Spricht's und packt die Kamera aus - zum Knipsen, Blitzen, Staunen.


















