Eine lange Nacht beim Bauernbundball
Sperrstunde war am Freitag wieder ein Fremdwort und drei Uhr für die Heimreise mit den Bussen viel zu früh. Zum Durchhalten gab es viele Tipps.

Foto © Sabine HoffmannSo viele gekrönte Häupter beim Bauernbundball
Man traf nicht viele, für die es am Freitag das erste Mal war. Und dass Herta Schmidt eigentlich auch gar keine Dirndlträgerin ist, erschwerte den Gang in die trachtige Stadthalle. "Aber was macht man nicht alles für die Steiermark", genoss sie den Abend samt Trachtenmodenschauen mit ihrem Mann Herbert dennoch in vollen Zügen. "Mindestens bis drei Uhr früh", lachten die beiden. "Denn erst dann fährt der Bus Richtung Groß Hartmannsdorf."
Was für die einen spät, war für Stefan, Anton und Thomas aus Hartberg viel zu früh. "Wären wir um sechs Uhr zu Hause, wäre das für die Arbeit im Stall immer noch früh genug." Deswegen verloren die drei "ganz Braven" keine Zeit, um auf Dirndlschau zu gehen. "Sind ja viele Hübsche dabei." Die Lauser gab es (neben anderen Gruppen wie den Ilztalern, den Grafen und der Stoffmusi) am Freitag eben nicht nur auf der Bühne.
Aber auch die Mädchen ließen es krachen. Jasmine aus Lannach reiste sogar mit drei Männern an. "Falls mein Freund Stefan aufgibt, sind dann noch David und Daniel da", lacht sie. Sie hatte auf mehreren Ebenen vorgesorgt. "Vergangenes Jahr haben mir meine Füße furchtbar wehgetan." Heuer war sie neu beschuht - mit niedrigeren Absätzen und speziellen Einlagen.
Was man sonst noch so brauchte, um den Abend gut zu überstehen? "Einen Plan", stöhnte Melanie aus Ilz. "Wir haben zwar einen Sitzplatzplan, auf dem unser Tisch zugewiesen ist, finden den Saal aber nicht." Aber auch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Denn bis in die frühen Morgenstunden wurde in allen Sälen ordentlich gefeiert.












