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Zuletzt aktualisiert: 08.06.2007 um 19:48 Uhr

Die "Eremiten" lassen einige Fragen offen

Geheimniskrämerei um die Honorare für das Kuratoren-Team der "Eremiten"-Schau II. Nach verspätetem Start muss Silvie Aigner auf die Stadtgalerie verzichten.

Der Mitarbeiterstab des Landes hat viel aufzubieten - bekanntlich auch Fachleute für die Kärntner Kunst nach 1945. Arnulf Rohsmann oder MMKK-Chefin Andrea Madesta sind zwei von ihnen. Trotzdem hat man, wie berichtet, für die Fortsetzung der Ausstellung "Eremiten - Kosmopoliten", die im Juni 2008 stattfinden wird, mit der Wienerin Silvie Aigner wieder eine Kuratorin von außen geholt. "Das war eine kulturpolitische Entscheidung", sagt dazu Erika Napetschnig, Leiterin der Kulturabteilung des Landes. Einen Widerspruch zu dem Spartrend, der andere Kulturinitiativen zum Teil hart trifft, sieht sie nicht. In dem Ausstellungsbudget von einer Million Euro sei Aigners Honorar kein wesentlicher Faktor. Dennoch schweigt sich Napetschnig eisern über dessen Größenordnung aus. Zu Zeiten als noch Agnes Husslein für den Job vorgesehen war, wurde hinter den Kulissen von 200.000 Euro gemunkelt, die Kuratorin samt Mitarbeiterstab kosteten.

Ausstellungsorte. Aigner, die sechs Ausstellungsstandorte unter einen Hut bringen und einen Katalog auf die Beine stellen muss, hat aufgrund der späten Bestellung im April einige Hürden zu nehmen. Ihr steht zum Beispiel die Stadtgalerie Klagenfurt als Ausstellungsort nicht mehr zur Verfügung. Stadtgalerie-Chefin Beatrix Obernosterer, die aus Kostengründen vorausplanen muss, konnte die Toulouse-Lautrec-Ausstellung nicht verschieben. Deshalb muss Aigner auf die Alpen-Adria-Galerie ausweichen. "Vielleicht kann man die Räume für einen einzelnen Künstler nutzen", sagt Aigner, die derzeit verschiedene Ausstellungsorte wie den Napoleonstadl, das Vorderberger "Paradies" von Cornelius Kolig etc. abklappert.

Wissenschaftliches Team. Offensichtlich weniger jonglieren muss Aigner bei ihrem wissenschaftlichen Team, das bereits durch Kärnten tourt. Die niederösterreichische Historikerin und Kulturwissenschaftlerin Theresia Hauenfels arbeitet an einem Überblick über die Kärntner Architektur. Der Kunst im öffentlichen Raum widmen sich der Künstler Tomas Hoke und Kunstvereins-Chefin Ulli Sturm. Die freiberufliche Kunsthistorikerin Elisabeth Voggeneder wird die Kärntner Kunst von 1950 bis 1965 unter die Lupe nehmen. Ein Rechercheziel der Wienerin: Kärntner Galerien, die in der Nachkriegszeit für die Entwicklung der Moderne wesentlich waren.

Ausstellungskatalog. Insgesamt wird der Ausstellungskatalog zwei Bände umfassen. Der eine wird der Architektur und Kunst im öffentlichen Raum gewidmet sein, der andere der Malerei, Skulptur und Fotografie.

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