Kopfjäger zu Fußen des Himalaya
"Kunst der Naga": Das Heinrich Harrer-Museum in Hüttenberg entführt in die wenig bekannte Welt der Kopfjäger im Nordosten Indiens.

Foto © Montage/AP, Harrer-Museum
Heinrich Harrer, der im Hüttenberger Friedhof unter einem Felsbrocken der Eiger Nordwand seine selige Ruhe fand, war stets stolz darauf, als einziger moderner Forschungsreisender drei Steinzeit-Kulturen kennen gelernt zu haben: auf den Andamanen, im Amazonas-Gebiet und auf Neuguinea.
Wenig erforscht. Die wenig bekannte Kultur der Naga - die übrigens schon längst der Steinzeit entwachsen ist - gehörte nie zu seinen Reisezielen, war aber Gegenstand seiner Sammelleidenschaft. Kurz vor seinem Tod im Jänner 2006 vermachte Harrer dem Hüttenberger Museum all seine Exponate, die nun im Rahmen einer Sonderausstellung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
2000 Jahre alt. Es sind Artefakte einer Kultur, die an der Nordostecke Indiens seit mehr als 2000 Jahren bezeugt ist. Bereits das indische Nationalepos Mahabharata erwähnt wilde Kämpfer zu Füßen des Himalaya-Massivs, wohin es den Helden der Erzählung, Arunja, der Liebe wegen verschlug. Kriegerisch blieben die exotischen Stämme der Naga bis über die englische Kolonialzeit hinaus. Erst mit der Einrichtung eines eigenen Bundesstaates im Jahr 1963 konnte der Unabhängigkeitsdrang der rund zwei Millionen "Nagaland"-Bewohner gebändigt werden.
Features
Ausstellung
"Kunst der Naga": Heinrich-Harrer-Museum in Hüttenberg.
Geöffnet: bis 31. Oktober 2007, täglich von 10 bis 17 Uhr.
Nähere Infos: 04263/8108.
Foto

Holzmaske mit TätowierungFoto © Harrer-Museum








