Beim Film fällt die Grenze
Das Kurzfilmfestival K3 erobert Udine. Die Villacher Partnerstadt wird zum Austragungs- und Ausflugs-ort für Cineasten.

Foto © EinhauerK3-Initiator Fritz Hock kann mit den Kulturpolitikern Luigi Reitani (Udine) und Richard Pfeiler (Villach) eine gelungene Kooperation begießen
K3 - für Kunst und Kommerz im Kino - zeigt seine Kurzfilmfolge heuer erstmals neben Villach auch in Udine. Initiator Fritz Hock ist damit nach fünf Jahren Aufbauarbeit Großes gelungen. Er sieht die Region als kulturellen Großstadtraum, "weil man ja innerhalb einer guten Fahrtstunde Udine oder auch Ljubljana, das für nächstes Jahr als K3-Zusatzort angepeilt wird, erreichen kann." Villachs Kulturreferent Richard Pfeiler und der Udineser Kulturstadtrat Luigi Reitani (Udine ist mit 10.000 Euro dabei) unterstützen die neue Kooperation kräftig. Udineser Festival-Kuratorin ist Piera Nodari.
Am kommenden Mittwoch, 29. Juni, gibt es in Udine die feierliche Eröffnung. Nach zwei Kinoabenden im "Visionario" mit Kulinarik siedeln die Kurzfilmfans für Freitag, Samstag und Sonntag nach Villach, wo zwei Abende lang im Stadtkino Kurzfilm (falls nötig mit Untertiteln) auf dem Programm steht. Bekömmlich ist auch das Rahmenprogramm, das mit Konzerten, darunter Hanz Platzgumer (Udine) und Hans-Joachim Roedelius (Villach) aufwartet. Sogar einen Filmworkshop für Kinder gibt es.
Geld & Musi
Kurzfilme entstehen oft mit wenig oder Null Budget, schaffen aber Aufmerksamkeit. Wie intensiv die großteils unbezahlte Kulturarbeit Fritz Hocks ist, kann man ermessen, wenn man sich die fast 700 eingesandten Kurzfilme vor Augen hält. Mit seinem Team hat Hock 30 davon ausgewählt, die alle Bereiche abdecken und auch vom Ablauf her einen Spannungsbogen bilden: Dokumentation, Experimental, Animation, Horror, Spielfilm, Nettes und Irritierendes kann man erwarten. Am 3. Juli mündet das Festival in Diskussion, Vergabe von Publikums- und Kurzfilmpreis sowie dem Vorführen der Preisträgerfilme. Der Juryvorsitz obliegt dem renommierten Filmemacher und Vertreter der ex-jugoslawischen "Schwarzen Welle", Karpo Godina, auch seine Filme werden gezeigt.
Günstig sind die Eintrittspreise: Den Festivalpass, inklusive Shuttlebus, gibt's um 23 Euro. Also: fünf Tage lang "grenzenloses" Kurzfilmkino.








