Dieser Sommer kennt keine roten Zahlen
Magic Moments, sonder Zahl: Was der St. Pauler Kultursommer heuer alles zu bieten hat.

Foto © APAMnozil Brass solllen im Stiftshof St. Paul heuer für "Magic Moments" sorgen.
Das Kürzel ist dynamisch, der Einsatz groß, die Subvention gering. Als "KuSo" tritt das größte Musikfestival Unterkärntens im Internet auf und auch wenn man - laut Organisator Reinhold Stöckler - "keine großen Sprünge machen kann", so stößt das Programmangebot doch auf Gegenliebe. Derartig, dass der "Hemisphärensaal" (maximal 150 Besucher) bisher für jedes Konzert einfach so klein war.
Und so wie sich der St. Pauler Kultursommer 2010 präsentiert, dürfte das auch heuer so bleiben. Einzig für den Jahresregenten Hugo Wolf und das letzte Konzert, einen französisch-spanischen Liederabend, ist der Hemisphärensaal vorgesehen. Eröffnet wird die Saison wie gewohnt am Pfingstwochenende mit zwei Festmessen: Am Sonntag wird in memoriam Hubert Steppan (das Vorstandsmitglied des Vereins starb im September 2009) "Zu Ehren der Heiligen Hemma von Gurk" aufgeführt. Tags darauf ist die "Lateinische Messe in C" von August Boegner op. 11 zu hören, am Abend des Pfingstmontag folgt die "Missa in Jazz" von Peter Schindler mit dem Kammerchor Norbert Artner, Karen Asatrian (Klavier), Emil Kritof (Schlagzeug), Stefan Gfrerer (Bass) u. a.
Den Schwerpunkt Chormusik vertieft der Chorus sine nomine mit "The Power of Heaven" (11. Juni). In der liebevoll gepflegten Reihe "Junge Künstler" gilt es das slowenische "Fegu Quartet" (am 1. Juli spielen die vier Brüder Haydn, Brahms und den Jahresregenten Hugo Wolf) und das "Trio Echos" (4. August) näher kennenzulernen.
Für "Klingende Poesie" sorgen zwei mit klingendem Namen: Thomas Fheodoroff (Violine) und sein Sohn Valentin (Klavier) gastieren am 18. Juni in der Stiftskirche. Da könnte man auch schon für den 24. Juni Wetterglück erbitten: damit die "Magic Moments" mit Mnozil Brass unter freiem Himmel im Stiftshof zum Leuchten kommen und nicht ins Konvikt verlegt werden müssen.
Inklusive der Messen wurden im Vorjahr beim St. Pauler Kultursommer knapp 5000 Besucher gezählt. Das Land fördert das Festival mit 22.000 Euro (Dreijahresvertrag 2009/2010/2011). Da wird Stöckler nicht müde, Beihilfengerechtigkeit einzufordern (Beispiel: die Initiative "Kultur.Raum.Kirche" bekäme für ein weit geringeres Angebot 8000 Euro mehr Subvention). Nachsatz: St. Paul beweise, dass man mit geringem Budget auch anspruchsvolle Programme bieten kann. Rote Zahlen kennt man hier nicht.
Features
Das Festival
St. Pauler Kultursommer 2010. Von 22. Mai (Eröffnung 19 Uhr, Atrium Benediktinerstift) bis 12. August ("Musik mit Sinn und Unsinn, Hemisphärensaal).
Karten: Tel. 0 43 57 20 19 21
www.kuso-stpaul.at








